Camino Frances – Kurzporträt eines Klassikers

Diese Karte zeigt den Weg des Camino Frances von Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago.
Fast 800 Kilometer verläuft der Camino Frances durch Spanien.

Der Camino Frances ist in aller Munde. Viele haben bereits Filme gesehen oder Bücher gelesen und träumen davon, sich selbst auf diesen Jakobsweg zu begeben. Ob jung oder alt, gleichgültig welches Geschlecht oder aus welchem Grund, alle bewegen dabei die gleichen Fragen:

Welche Vorteile hat der französische Jakobsweg gegenüber anderen? Wo startet der Camino Frances und wie lange dauert er? In welchen Etappen kann er gelaufen werden? Ist er für Anfänger geeignet? Wie sieht das Höhenprofil aus? Wann ist die beste Reisezeit? Welche Startpunkte gibt es und wie kann man anreisen? Mit welchen Kosten muss man rechnen? Gibt es ausreichend Unterkünfte und Herbergen auf dem Camino Frances? Welche Ausrüstung sollte auf der Packliste stehen? …

Antworten gibt dieser Beitrag. Hier erfährst Du mehr über den Camino Frances und bekommst nützliche Informationen für die Vorbereitung Deiner persönlichen Reise.

Inhaltsverzeichnis

Camino Frances: weltbekannt

Routen und Regionen
Camino Frances Karte, Google Maps und GPS-Daten
Camino Frances in 33 Etappen
Vier Regionen des französischen Jakobsweges
Sarria: Die letzten 100 Kilometer
Höhenprofil

Wissenswertes
Dauer des Camino Frances
Beliebte Startpunkte und Längen
Anreise und Abreise
Beste Reisezeit und Wetter
Unterkünfte und Herbergen
Kosten auf dem Camino Frances

Tipps und Infos für die Vorbereitung
Etappen- und Reiseplanung
Packliste
Pilgerausweis
Camino Frances Erfahrungen
Weiterführende Links und Kontakte

Camino Frances: der weltbekannte Jakobsweg

Der rund 770 Kilometer lange Camino Frances ist mit Abstand der bekannteste aller Jakobswege. Mehr als die Hälfte der Jakobswegreisenden gehen auf dem Camino Frances auf Wanderschaft. Laut offizieller Statistik des Pilgerbüros von Santiago de Compostela waren es 2019 insgesamt 54,65 Prozent – in Summe 189.937 Pilger.

Hier sieht man ein Balkendiagramm mit der Pilgerstatistik von 2019.
Mehr als die Hälfte der Pilger wählten auch 2019 den Camino Frances als ihren Jakobsweg.

Bei der Zählung sind jedoch nur diejenigen berücksichtigt, die in der Pilgerhauptstadt auch ihre Pilgerurkunde, die sogenannte Compostela, entgegengenommen haben. Tatsächlich sind es weit mehr, die zu Fuß auf dem Camino Frances – ein kleines Stück oder die gesamte Strecke vom Startpunkt Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago de Compostela – unterwegs waren.

Für Anfänger bestens geeignet

Doch weshalb ist der Camino Frances (nicht nur) bei Anfängern so beliebt? Was macht ihn im Vergleich zu anderen durchaus attraktiven Jakobswegen mit Ziel Santiago de Compostela so anziehend? Die wichtigsten Gründe:

  1. Das Höhenprofil des Camino Frances kann man als sehr moderat bezeichnen. Nur bei wenigen Etappen sind nennenswerte Höhenunterschiede zu verzeichnen. Daher hält sich die körperliche Herausforderung hier im Vergleich zu anderen Jakobswegen in Grenzen und ist auch von Ungeübten zu bewerkstelligen.
  2. Der Camino Frances verfügt heute nicht zuletzt aufgrund seiner hohen Popularität über eine sehr gute Infrastruktur mit ausreichend Möglichkeiten sich unterwegs zu verpflegen. Das dichte Herbergennetz erlaubt dabei eine flexible Etappenplanung auch mit kurzen Tagesdistanzen und die Übernachtungssituation ist in der Regel – mit Ausnahme der Sommerferien – entspannt.
  3. Der Streckenverlauf des Camino Frances ist hervorragend mit den typischen Wegzeichen Jakobsmuschel und gelber Pfeil markiert. Auch ohne zusätzliche Navigationshilfen ist hier die Orientierung vergleichsweise einfach und die Gefahr sich zu verlaufen eher gering.
  4. Der rund 770 Kilometer lange Weg von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela ist landschaftlich äußerst reizvoll und facettenreich. Von wüstenähnlichen Regionen bis zu äußerst fruchtbaren, grünen Gebieten reicht das Spektrum.
  5. Als UNESCO Weltkulturerbe bietet der Camino Frances darüber hinaus vielfältige kulturelle Eindrücke wie zum Beispiel in der alten Königsstadt Burgos oder in Leon, wo Meisterwerke der Baukunst auf den Kulturinteressierten warten.
  6. Aufgrund seiner Beliebtheit trifft man auf dem Camino Frances sehr viele Gleichgesinnte. Wer also den Kontakt zu anderen sucht und die Geselligkeit liebt, ist hier richtig.
Hier sieht man ein Wegzeichen mit Muschel und Pfeil auf dem Camino Frances.
Auch auf dem Camino Frances sind gelber Pfeil und Jakobsmuschel zuverlässige Navigationshilfen.

Man sieht: Der Klassiker unter den Jakobswegen ist nicht grundlos so populär wie kein anderer. Aber betrachten wir den Camino Frances doch einmal etwas genauer, nehmen die Etappen- und Routenabschnitte unter die Lupe und werfen einen Blick auf die Karte.

Camino Frances Karten, Google Maps und GPS-Daten

Die nachfolgende GoogleMap zeigt den gesamten Wegverlauf des Camino Frances, beginnend in der französischen Stadt Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago de Compostela.

Quer durch den Norden Spaniens zieht sich die beliebte Pilger- und Wanderstrecke von Ost nach West durch unterschiedliche Regionen, die in den meisten Fällen in vier bis sechs Wochen durchlaufen werden.

Sicher navigieren auf dem Camino Frances
Wenngleich die Wegbeschilderung auf dem Camino Frances als sehr gut zu bezeichnen ist, haben immer mehr – nicht zuletzt auch Alleinreisende – heutzutage gerne eine „digitale Reisebegleitung“ im Gepäck:

Dabei werden digitale Karten wie die vorstehende GoogleMaps auf Mobiltelefonen genutzt, um eine einfach verfügbare Rückfalloption für den Fall der Fälle zu haben. Manche wünschen sich jedoch nicht nur eine punktuelle, sondern durchgängige Unterstützung bei der Wegführung. Wer sich aus diesem Grunde für GPS-Daten als Mittel der Wahl entscheiden will, kann die sorgfältig aufbereiteten .gpx-Dateien der gesamten Camino Frances Route direkt im HelloWorld-DownloadCenter kostenlos herunterladen. Dazu einfach auf den Banner klicken.

Hier sieht man den Download-Banner für die GPS Daten zum Camino Frances.

Camino Frances in 33 Etappen

Wie dabei eine Etappenplanung aussehen kann, zeigt beispielhaft die nachfolgende Tabelle:

Etappevon - bisDistanz
Region Navarra . Etappen 1-7 . Ca. 160 km
1Saint Jean Pied de Port - Orreaga/Roncesvalles25 km
2Orreaga/Roncesvalles - Zubiri21,5 km
3Zubiri - Pamplona20,5 km
4Pamplona - Puente la Reina24 km
5Puente la Reina - Estella22 km
6Estella - Los Arcos21 km
7Los Arcos - Logrono27,5 km
Region La Rioja . Etappen 8 -10 . Ca. 72 km
8Logrono - Nájera29 km
9Nájera - Santo Domingo de la Calzada21 km
10Santo Domingo de la Calzada - Belorado22 km
Region Castilla y Léon . Etappen 11-26 . Ca. 380 km
11Belorado - San Juan de Ortega24 km
12San Juan de Ortega - Burgos25,5 km
13Burgos - Hornillos del Camino 21 km
14Hornillos del Camino - Castrojeriz20 km
15Castrojeriz - Frómista25 km
16Frómista - Carrión de los Condes19,5 km
17Carrión de los Condes - Ledigos23,5 km
18Ledigos - Bercianos del Real Camino26,5 km
19Bercianos del Real Camino - Mansilla de las Mulas26,5 km
20Mansilla de las Mulas - Leon18,5 km
21Leon - San Martin del Camino24,5 km
22San Martin del Camino - Astorga24 km
23Astorga - Foncebadon25,5 km
24Foncebadon - Ponferrada26,5 km
25Ponferrada - Villafranca del Bierzo24 km
26Villafranca del Bierzo - O Cebreiro28 km
Region Galicien . Etappen 27-33 . Ca. 155 km
27O Cebreiro - Triacastela21 km
28Triacastela - Sarria (über San Xil)18 km
29Sarria - Portomarín22,5 km
30Portomarín - Palas de Rei25 km
31Palas de Rei - Ribadiso de Baixo25,5 km
32Ribadiso de Baixo - O Pedrouzo22,5 km
33O Pedrouzo - Santiago de Compostela19,5 km

Camino Frances Etappenübersicht

In diesem Beispiel beträgt die Länge einer Tagesdistanz mit wenigen Ausnahmen meist 20 bis 25 Kilometer. In Summe ergeben sich somit für die gesamte 770 Kilometer lange Camino Frances Route 33 Lauftage bzw. knapp fünf Wochen Reisedauer. Fünf Wochen, die alles andere als eintönig sind.

Vier Regionen des französischen Jakobsweges

Auf dem Weg vom offiziellen Startpunkt Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela durchquert man vier interessante Regionen in Spanien, die alle mit unterschiedlichen landschaftlichen und klimatischen Bedingungen aufwarten. Es handelt sich dabei um Navarra, La Rioja, Castilla y Leon mit der Hochebene Meseta sowie Galicien.

Unterwegs in Navarra . Camino Frances Etappen 1 bis 7

Stationen: Saint-Jean-Pied-de-Port > Orreaga/Roncesvalles (25 km) > Zubiri (21,5 km) > Pamplona (20,5 km) > Puente la Reina (24 km) > Estella (22 km) > Los Arcos (21 km) > Logrono (27,5 km)

Zu Beginn der ersten Etappe befindet man sich erst einmal noch auf französischem Boden. Der offizielle Startpunkt des Camino Frances ist der kleine Ort Saint-Jean-Pied-de-Port, der rund 15 Kilometer vor der Grenze zu Spanien liegt. 15 Kilometer, die es in sich haben – zumindest, wenn man die klassische (im Winter nicht zu empfehlende) Napoleon Route wählt. Hier führt der Weg nämlich über die Pyrenäen hinauf auf rund 1.400 Meter zum Pass „Col de Lepoeder“, bevor der Weg wieder abwärts geht und man das erste Etappenziel auf spanischer Seite erreicht: das in Navarra gelegene Bergdorf Roncesvalles.

Nach diesem schweißtreibenden Start des Camino Frances gestalten sich die folgenden beiden Streckenabschnitte glücklicherweise etwas moderater. Von Roncesvalles geht es mit Etappe 2 zunächst rund 21 Kilometer weiter zu dem kleinen Dorf Zubiri. Anschließend führt Etappe 3 bis nach Pamplona, der Hauptstadt von Navarra. Bekannt durch ihre jährlichen Stierläufe in den Straßen, lädt die Stadt mit ihrer Kathedrale, mit Kirchen, Parks und der malerischen Altstadt zur Besichtigungstour ein, bevor die Reise fortgesetzt wird.

Auf zum Alto del Perdon

Bei der nun folgenden vierten Etappe des Camino Frances präsentiert sich der Weg wieder etwas anspruchsvoller. Es geht hinauf auf den 800 Meter hoch gelegenen Pass Alto del Perdon, geziert mit den bekannten eisernen Pilgerskulpturen, bevor man bergab Puente la Reina erreicht.

Das Bild zeigt Skulpturen in Form eines Pilgerzugs auf einem Berg in der Nähe von Pamplona
Pilgerzug am Alto del Perdon in der Nähe von Pamplona.

Diese mittelalterlich anmutende Ortschaft ist spürbar vom Jakobsweg geprägt. Ein Grund dafür liegt vermutlich darin, dass hier zwei Jakobswege – der navarrische Weg und der aragonische Weg – zu dem gemeinsamen Hauptweg Camino Frances verschmelzen.

„Einzig die Richtung hat einen Sinn. Es kommt darauf an, dass du auf etwas zugehst, nicht dass du ankommst.“
(Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller, 1900 – 1944)

An diesem „Knotenpunkt“ angekommen, zeigt der Blick auf die Karte, dass es nunmehr noch rund 60 Kilometer sind, in denen der Camino Frances Navarra durchquert. 60 Kilometer, die die meisten Pilger und Wanderer während der Etappen 5 bis 7 zurücklegen. Zunächst passiert man Estella, eine reizende kleine Stadt mit mittelalterlichem Flair direkt am Rio Ega gelegen. Etappe 6 verläuft durch Wälder und über Felder und endet in Los Arcos. Gegen Ende der rund 28 Kilometer langen siebten Etappe heißt es dann Abschied nehmen von Navarra, da wenige Kilometer vor dem Tagesziel Logrono die Grenze zum Weinbaugebiet La Rioja verläuft.

Stippvisite in La Rioja: Camino Frances Etappen 8 bis 10

Stationen: Logrono > Najera (29 km) > Santo Domingo de la Calzada (21 km) > Belorado (22 km)

Vorbei an Logrono, der Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft La Rioja, dem Stausee La Grajera Reservoir und dem Künstlerstädtchen Narvarrete endet Etappe 8 nach gut 29 langen Kilometern in der ehemalige Königsresidenz Najera. Am nächsten Tag heißt es dann auf nach Santo Domingo de la Calzada, eine Kleinstadt mit rund 7000 Einwohnern, in deren Zentrum sicher die Kathedrale mit ihrem freistehenden barocken Kirchturm einen Blick Wert ist.

Blick auf das Weinanbaugebiet La Rioja durch das der Camino Frances in Spanien führt.
Der Camino Frances führt durch das weltberühmte La Rioja-Gebiet.

Viele Pilger bezeichnen diesen rund 50 Kilometer langen Abschnitt durch das La Rioja-Gebiet übrigens als einen der schönsten auf dem Camino Frances. In einem mit wenigen Ausnahmen eher gemächlichen Auf und Ab bewegt man sich in einer leicht hügeligen Landschaft voller Weinreben, großer Obst- und Gemüseplantagen und einer schier endlos erscheinenden Fernsicht. Körperlich stark herausfordernde Anstiege existieren hier nicht und so lässt sich zwischen 380 und 750 Metern ü.d.M. relativ entspannt die Weinbauregion genießen, bevor man im Laufe der Etappe 10 zwischen Santo Domingo de la Calzada und Belorado die Region Castilla y Leon erreicht.

Quer durch Castilla y Leon: Camino Frances Etappen 11 bis 26

Stationen: Belorado > San Juan de Ortega (24 km) > Burgos (25,5 km) > Hornillos del Camino (21 km) > Castrojeriz (20 km) > Fromista (25 km) > Carrión de los Condes (19,5 km) > Ledigos (23,5 km) > Bercianos del Real Camino (26,5 km) > Mansilla de las Mulas (26,5 km) > Leon (18,5 km) > San Martin del Camino (24,5 km) > Astorga (24 km) > Foncebadon (25,5 km) > Ponferrada (26,5 km) > Villafranca del Bierzo (24 km) > O Cebreiro (28 km)

Insgesamt 390 Kilometer und 16 Etappen lang erstreckt sich der Camino Frances durch diese Region.

Während der Etappen 11 bis 12 überquert man die Montes de Oca, erreicht anschließend San Juan de Ortega und läuft dann weiter bis nach Burgos. Mit vielen historischen Gebäuden bietet diese Stadt vor allem Kulturinteressierten eine Fülle interessanter Sehenswürdigkeiten. Allem voran ist hier sicher die aus dem 13. Jahrhundert stammende gotische Kathedrale de Santa Maria de Burgos zu nennen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Diejenigen, die sich einfach nur eine kleine Verschnaufpause gönnen möchten, können in den Bars und Restaurants rund um den großen sechseckigen Plaza Mayor durchatmen. Draußen auf den Terrassen kann man dem bunten Treiben folgen und die Atmosphäre der Stadt für einen Moment oder gar einen ganzen (Besichtigungs-)Tag lang genießen, bevor die Reise auf dem Camino Frances weitergeht.

Rund zehn Kilometer hinter Burgos, im Dorf Tardajos beginnt dann das Hochland von Kastilien, das bis nach Leon, eine der größten Städte auf dem Camino Frances, reicht. Durch diese sogenannte Meseta führen die Etappen 13 bis 20 des französischen Jakobsweges. Die Landschaft bietet ein echtes Kontrastprogramm zu den Bergen, Wäldern und Weinbauregionen der bisherigen Gebiete, die man bislang auf dem Camino Frances kennenlernen durfte.

Durch die Meseta von Burgos bis Leon

Die wüstenähnliche, karge Hochebene verläuft in einem leicht hügeligen Gelände zwischen 800 und 900 Meter ü.d.M. und immer mehr oder weniger geradeaus. Auf den ersten Blick erwartet man hier also eher eine echte Erholung im Vergleich zu dem Auf und Ab der ersten Tage. Doch der Schein trügt.

Hier sieht man den Blick auf das Dorf Hontanas, in dem gerade eine Pilgerin mit Rucksack auf eine sandigen Straße entlang läuft.
Im Hochland von Kastilien geht es durch karge, wüstenähnliche Regionen und kleine Dörfer. Hier im Bild: Hontanas.

Auf diesem Abschnitt des Camino Frances, wo es für das Auge kaum Abwechslung gibt, man vergeblich nach Bergen und Bäumen Ausschau hält und gefühlt einfach nicht vorankommt, stößt manch einer an seine mentale Grenze. Gesellt sich im Sommer dann noch die gleißende Hitze hinzu, der man für viele Kilometer schutzlos ohne Schatten ausgeliefert ist, schlägt dies häufig zusätzlich aufs Gemüt. Ohne ausreichend Wasser im Rucksack, kann sich dieser Streckenabschnitt aber auch physisch als einer der härtesten auf dem französischen Jakobsweg herausstellen.

Glücklicherweise jedoch hatten Körper und Geist bereits ausreichend Zeit, sich an die Anstrengungen zu gewöhnen. Der gerade für Anfänger ungewohnte Tagesrhythmus hat sich auf den rund 300 zurückgelegten Kilometern seit dem Start in Saint-Jean-Pied-de-Port längst eingespielt und so lässt sich auch dieser Streckenabschnitt durch die eintönige Hochebene hindurch bis nach Leon meist gut bewerkstelligen.

Leon – Abwechslung auf dem Camino Frances

Nach der Monotonie des Weges durch die Meseta ist die Hauptstadt der Provinz Leon für die meisten Pilger und Wanderer eine willkommene Abwechslung und oft auch Anlass für einen Erholungstag. Historische und kulturelle Highlights wie die bekannte Kathedrale, die romanische Basilica de San Isidoro oder das Kloster San Marcos sind dabei ebenso Anlaufpunkt wie der Hauptplatz in der Altstadt mit seinem großen Angebot an Tapasbars, die mit lauschigen Plätzen im Freien dazu einladen, den Tag ausklingen zu lassen.

Dieses Bild zeigt die Basilica San Isodoro in Leon im Sonnenlicht, davor eine Skulptur mit zwei Menschen im Schatten.
Leon bietet einige kulturelle Highlights wie zum Beispiel die Basilica de San Isidoro.

„Höhepunkt“ des Camino Frances: Cruz de Ferro

Nach der Verschnaufpause in Leon geht es auf dem historischen Weg mit den Etappen 21 und 22 weiter über San Martin del Camino nach Astorga. Das Städtchen gilt ebenfalls als kleines Highlight auf dem Camino Frances. Vor allem punktet es mit seinem Bischofspalast, ein (unvollendetes) Werk des Künstlers Antonio Gaudi, das auf jeden Fall sehenswert ist, bevor es weitergeht und sich das Auf und Ab langsam wieder steigert.

Die Gebirgskette Montes de Leon wirft jetzt ihre Schatten voraus. Auf der 26 Kilometer langen 23. Camino Frances Etappe von Astorga bis Foncebadon sind über 500 Höhenmeter zu überwinden. Der winzige, nur von wenigen Bürgern bewohnte Ort liegt kurz vor dem bekannten Cruz de Ferro, das den höchsten Punkt des französischen Jakobsweges markiert.

Das kleine, an einem Baumstamm befestigte Eisenkreuz auf 1.500 Metern Höhe hat für viele Pilger eine ganz besondere Bedeutung. Es ist der Platz, an dem sie dem Ritual folgen, Steine oder persönliche Gegenstände abzulegen, um sich von Last und Sünde zu befreien.

Auf dem Bild sieht man das Cruz de Ferro, ein kleines Eisenkreuz auf einem langen Baumstamm befestigt, dahinter strahlend blauer Himmel.
Das Cruz de Ferro steht auf dem höchsten Punkt des Camino Frances.

Entsprechend erleichtert geht es weiter. 1.000 Höhenmeter abwärts und knapp 27 Kilometer stehen auf dem Tagesplan der 24. Etappe, bis man in Ponferrada ankommt. Ein kleiner Abstecher zur historischen Templerburg dieser Kleinstadt am Sil-Fluss lohnt sich sicher, bevor man der Stadt den Rücken kehrt und die 25. Etappe nach Villafranca del Bierzo zurücklegt. Die unter Denkmalschutz stehende Altstadt des Ortes lädt zu einer kleinen Besichtigungstour und Verschnaufpause ein, die auch dringend notwendig ist.

Wer sich nämlich nun dafür entscheidet, am nächsten Tag von Villafranca del Bierzo direkt bis O Cebreiro weiterzulaufen, hat eine 28 Kilometer lange relativ schweißtreibende und schwierige Wegstrecke vor sich. Gut 800 Höhenmeter gilt es bei dieser 26. Etappe zu überwinden, bevor man das Tagesziel O Cebreiro erreicht.

Grünes Galicien: Camino Frances Etappen 27 bis 33

Stationen: O Cebreiro > Triacastela (21 km) > Sarria (18 km) > Portomarin (22,5 km) > Palas de Rei (25 km) > Ribadiso de Baixo (25,5 km) > O Pedrouzo (22,5 km) > Santiago de Compostela (19,5 km)

O Cebreiro, der erste Ort in Galicien, gilt als kleines Juwel auf dem Camino Frances. Auf über 1.300 Meter gelegen beheimatet das Bergdorf die älteste Pilgerkirche am Jakobsweg, die Kirche Santa Maria, die aus dem 9. Jahrhundert stammt.

Das ist die Kirche Santa Maria, die man auf dem Camino Frances in O Cebreiro bewundern kann.
Die älteste Kirche am Jakobsweg steht in O Cebreiro.

Langsam beginnt der CountDown auf dem französischen Jakobsweg. Nur noch 150 Kilometer bis Santiago de Compostela und ein letztes Mal ändert sich das Landschaftsbild. Galicien steht synonym für unglaublich viel Grün und Fruchtbarkeit. Kurz: das Gegenteil der zurückliegenden Meseta, dem kargen kastilischen Hochland. Im Hinblick auf die körperlichen Anforderungen ist Galicien allerdings auch um einiges anstrengender.

Die letzten 100 Kilometer vor Santiago de Compostela

Von O Cebreiro aus gelangt man über Triacastela nach Sarria. Für alle, die den gesamten Camino Frances zurücklegen, sind dies die Etappen 27 und 28. Für viele jedoch ist Sarria vor allem auch einer der bekanntesten alternativen Startpunkte auf dem französischen Jakobsweg. Der Grund ist die „100 Kilometer-Vorschrift“. Diese sieht vor, dass nur diejenigen Pilger eine Pilgerurkunde – die sogenannte Compostela – in Santiago erhalten, die mindestens die letzten 100 Kilometer zu Fuß oder 200 Kilometer mit dem Fahrrad oder Pferd bewerkstelligt haben.

Von Sarria aus sind es noch 110 Kilometer bis zum berühmten Endpunkt des Jakobsweges. Der Camino Frances führt nun im Laufe der Etappen 29 bis 32 über Portomarin, Palas de Rei, Arzua bis nach O Pedrouzo durch das ländliche Galicien. Blühende Wiesen, kleine Bäche, Wälder, viele charmante Dörfer und zunehmend die für die Region typischen alten Getreidespeicher, die „Horreos“, liefern eine Traumkulisse und entschädigen für das stetige Bergauf und Bergab.

Das Bild zeigt einen für Galicien typischen Kornspeicher.
In ganz Galicien findet man diese typischen alten Getreidespeicher, die „Horreos“,

In O Pedrouzo startet die letzte von insgesamt 33 Etappen des Camino Frances. Von hier aus sind es noch knapp 20 Kilometer bis zur Ankunft in Santiago de Compostela. Die Nähe zur Pilgerhauptstadt wird Schritt für Schritt deutlicher, überall ist die städtische Atmosphäre mit Wohngebieten, Autobahnen und Industriegebieten spürbar.

Wenige Kilometer vor dem Ziel führt der Weg auf den Hügel „Monte do Gozo“. In der Ferne sind bereits die Türme der Kathedrale zu sehen. Eine sicherlich unglaublich ereignisreiche, kräftezehrende aber auch glückselig machende Reise neigt sich dem Ende zu und findet nach rund 770 Kilometern ihren Höhepunkt auf dem Vorplatz der Kathedrale von Santiago de Compostela.

Auf diesem Bild sieht man die Kathedrale von Santiago de Compostela, das Ziel des Camino Frances.
Höhepunkt einer langen Reise: Santiago de Compostela

Camino Frances Höhenprofil – Von den Pyrenäen bis zum Flachland

Aber nicht nur die Anzahl der zurückgelegten Kilometer kann sich sehen lassen. Auch der Blick auf die Höhenprofile unterstreicht nochmals die Leistung, die all diejenigen erbringen, die sich für das Unterwegs-sein auf dem Camino Frances entscheiden.

Betrachtet man den gesamten Weg, so liegen mehr als 11.000 Meter Auf- und Abstieg zwischen Saint-Jean-Pied-de-Port und Santiago de Compostela. Wenngleich die Höhenunterschiede über die gesamte Wegstrecke als sehr moderat bezeichnet werden können, so gibt es dennoch einige „Höhepunkte“, die eine besondere Herausforderung darstellen. Eine kurze Zusammenfassung der Besonderheiten des Höhenprofils des Camino Frances:

Zwei Höhepunkte in der Region Navarra

Saint-Jean-Pied-de-Port – Logrono
Etappen 1-7 . Distanz ca. 160 km
Anstieg: ca. 4.600 m . Abstieg: ca. 4.400 m
Min. ca. 170 m . Max. ca. 1.430 m

Einer der anstrengendsten Abschnitte befindet sich bereits auf der ersten Etappe zwischen Saint-Jean-Pied-de-Port und Roncesvalles. Mehr als 1.200 Höhenmeter sind hier in den Pyrenäen zu überwinden, um den Pass Col de Lepoeder (1.410 Meter ü.d.M.) zu überqueren. Danach sind die zu erwartenden Steigungen in Navarra aber sehr gut zu meistern, von einem weiteren Aufstieg auf den Pass Alto del Perdon (800 Meter ü.d.M.) kurz nach Pamplona (Etappe 4) abgesehen.

Auf dieser Abbildung sieht man das Höhenprofil der Region Navarra in Spanien.
Bereits beim Start führt der Camino Frances gleich hoch hinaus.

Höhenprofil des Camino Frances in der Region La Rioja

Logrono – Belorado
Etappen 8-10 . Distanz ca. 70 km
Anstieg: ca. 1.400 m . Abstieg: ca. 1.250 m
Min. ca. 390 m . Max. ca. 800 m

In der anschließenden Region La Rioja bewegt man sich die meiste Zeit eher gemächlich zwischen rund 370 und 800 Meter ü.d.M. auf und ab. Über sanfte Hügel wandernd lässt sich das Weinanbaugebiet relativ entspannt genießen.

Hier sieht man das Höhenprofil der Region Rioja, die man auf dem französischen Jakobsweg durchläuft.
Ein entspanntes Auf und Ab herrscht in der Region La Rioja.

Höhenprofil des Camino Frances in der Region Castilla y Leon

Belorado – O Cebreiro
Etappen 11-26 . Distanz ca. 390 km
Anstieg: ca. 5.900 m . Abstieg: ca. 5.400 m
Min. ca. 470 m . Max. ca. 1.500 m

In der Region Castilla y Leon hingegen stehen erneut zwei Aufstiege bevor. Relativ leicht zu bewältigen ist der Weg über die Montes de Oca Richtung San Juan de Ortega (Etappe 11). Von 750 Metern ü.d.M. kommend, erreicht man hier eine Höhe von rund 1.100 Metern und damit die vorerst letzte nennenswerte geografische Erhebung bevor der Gang durch die Meseta beginnt.

In der spanischen Hochebene bewegt man sich gut 200 Kilometer lang in einem leicht hügeligen Gelände zwischen 800 und 900 Meter ü.d.M.. Viel Zeit, um Luft zu holen für den Aufstieg zum höchsten Punkt des Camino Frances. Dieser beginnt hinter Foncebadon (Etappe 24) und führt hinauf auf über 1.500 Meter ü.d.M. zum „Cruz de Ferro“.

Hier sieht man das Höhenprofil zwischen Belorado und O Cebreiro in Spanien.
In der Region Castilla y Leon erreicht man den höchsten Punkt des Camino Frances auf 1.500 Metern.

Oben angekommen, geht es auch schon wieder rund 1.000 Meter hinab bis Ponferrada und dann weiter mit nur noch geringfügigen Höhenschwankungen bis die Region Castilla y Leon von Galicien abgelöst wird. Hier wird es nochmals schweißtreibend.

Höhenprofil des Camino Frances in Galicien

O Cebreiro – Santiago de Compostela
Etappen 27-33 . Distanz ca. 160 km
Anstieg: ca. 3.400 m . Abstieg: ca. 4.450 m
Min. 250 m . Max. 1.300 m

Um zu dem kleinen Bergdorf O Cebreiro (Etappe 26) zu kommen, sind über 800 Höhenmeter zu überwinden. Man befindet sich nunmehr auf 1.300 Meter ü.d.M., doch eines ist gewiss: Weiter geht es nun nicht mehr hinauf. Vielmehr verläuft der Camino Frances ab jetzt in mehr oder minder kleinen Wellenbewegungen bergab.

Das Bild zeigt ein Höhenprofil des Camino Frances Abschnittes, der durch Galicien führt.
Der Weg nach O Cebreiro endet im wahrsten Sinne des Wortes mit einem weiteren Höhepunkt.

Lediglich vor Palas de Rei (Etappe 30) wartet nochmals ein Anstieg von gut 400 Metern darauf, bewältigt zu werden. Dann heißt es nur noch laufen, laufen, laufen und den 100-Kilometer-Endspurt nach Santiago de Compostela in vollen Zügen genießen.

Dauer des Camino Frances

Apropos Santiago de Compostela. Wie lange dauert es nun, über den Camino Frances den berühmten Endpunkt des Jakobsweges zu erreichen? Im Prinzip ist die Antwort simpel: So lange Du willst.

Die Etappen können, wie vorstehend bereits angedeutet, aufgrund des gut ausgebauten Herbergennetzes relativ flexibel angepasst werden. Beste Voraussetzung also, um die Dauer der persönlichen Reise auf dem Camino Frances selbst zu bestimmen. Dennoch hier ein paar Anhaltspunkte:

Im Allgemeinen wird je nach Informationsquelle und Reiseführer für die rund 780 Kilometer Länge des Camino Frances von Saint-Jean-Pied-de-Port (SJPdP) bis Santiago de Compostela eine Dauer von 30 bis 40 Tagen – vereinzelt auch ein paar Tage mehr oder weniger – veranschlagt.
Während Ungeübten eher zu einer durchschnittlichen Distanz von maximal 18-20 Kilometer pro Tag zu raten ist, können Geübte auch schon einmal gut 30 Kilometer Laufdistanz bewerkstelligen.

Neben den reinen Lauftagen empfiehlt es sich auch Puffertage zur Regeneration zu berücksichtigen – sei es für bewusste kleine Auszeiten oder bei unvorhergesehenen körperlichen Beschwerden.

Bei der Einschätzung der Dauer spielen vor allem die persönliche Fitness sowie bereits vorhandene Erfahrungen in Sachen Jakobswegtouren bzw. Fernwanderreisen eine wesentliche Rolle. Hinzu kommen Aspekte wie jahreszeitabhängige Besonderheiten oder die eigene mentale Verfassung und ganz klar: die zur Verfügung stehende Zeit.

Doch auch wer keine vier Wochen oder mehr zur Verfügung hat, muss auf die Verwirklichung des Traums vom eigenen Camino Frances nicht verzichten. Wie wäre es, den Weg einfach in mehreren Teilstücken zu laufen? Ein Beispiel:

1. Tour (Etappe 1 – 12): Saint-Jean-Pied-de-Port – Burgos – 280 Kilometer
2. Tour (Etappe 13-22): Burgos – Astorga – 230 Kilometer
3. Tour (Etappe 23-33): Astorga – Santiago de Compostela – 260 Kilometer

Eine weitere Möglichkeit: Man beginnt nicht direkt in Saint-Jean-Pied-de-Port (SJPdP), sondern wählt einen anderen Ort als Startpunkt, um die Gesamtlänge der eigenen Camino Frances-Tour zu reduzieren.

Beliebte Startpunkte und Längen des Camino Frances

Dass von dieser Möglichkeit viele Gebrauch machen, zeigt die Pilgerstatistik des Pilgerempfangsbüros in Santiago de Compostela. Diese dokumentiert, von welchem Ort aus Jakobswegreisende gestartet sind, die in der Pilgerhauptstadt ihre persönliche Compostela entgegennehmen. Demnach wählten 2019 rund 55 Prozent den Camino Frances als Jakobsweg. Von ihnen begannen jedoch nur knapp zehn Prozent ihre Reise in Saint-Jean-Pied-de-Port, dem offiziellen Startpunkt. Die meisten nutzten alternative Ausgangspunkte mit entsprechend unterschiedlich langen Distanzen bis nach Santiago de Compostela. Hier ein Überblick:

StartpunktDistanzAnzahl Etappen
(Basis ca. 25km/Tag)
Anteil Pilger [%]
Sarria115 km527,66
Triacastela130 km50,76
O Cebreiro150 km62,41
Ponferrada205 km81,96
Astorga260 km101,30
Leon310 km133,02
Pamplona705 km280,87
Roncesvalles750 km301,42
Saint-Jean-Pied-de-Port770 km319,55

Länge und Dauer des Camino Frances von unterschiedlichen Startpunkten aus.

Über die in der Pilgerstatistik aufgeführten Städte hinaus gehören Puente la Reina und Burgos mit einer Teillänge auf dem Camino Frances von 670 km bzw. 490 km ebenfalls zu beliebten Startpunkten, die Dank öffentlicher Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Flugzeug gut erreichbar sind.

Camino Frances – die „100-Kilometer-Vorschrift“

Der Blick auf die vorstehende Pilgerstatistik zeigt, dass Sarria mit Abstand der beliebteste Ort ist, um die Reise auf dem Camino Frances zu beginnen. Dies nicht ohne Grund: Wenn man zu Fuß unterwegs ist, erfüllt man bei Start in Sarria die bereits erwähnte „100-Kilometer-Vorschrift“. Diese ist Grundvoraussetzung, um am Zielort die Compostela – die offizielle Pilgerurkunde – ausgestellt zu bekommen.

Für alle, die auch mit dem Gedanken spielen, sich auf die letzten 100 Kilometer des Camino Frances zu konzentrieren, hier ein Etappenbeispiel für die Planung:

1. Etappe: Sarria – Portomarin (22 km)
2. Etappe: Portomarin Stage – Palas de Rei (25 km)
3. Etappe: Palas des Rei – Arzua (29 km)
4. Etappe: Arzua – O Pedrouzo (19 km)
5. Etappe: O Pedrouzo – Santiago de Compostela (20 km)

Übrigens: Radpilger müssen etwas früher in den Camino Frances einsteigen. Wer mit zwei Rädern unterwegs ist und sich in Santiago de Compostela seine persönliche Urkunde abholen möchte, muss mindestens 200 Kilometer nachweisen.

Anreise zum Camino Frances und Abreise

Vorstehende Ausführungen zur Länge und den Startpunkten des Camino Frances zeigen: Die eigene Reise kann je nach gewünschter Dauer sehr flexibel geplant werden. Stellt sich nun noch die Frage „Wie kann man auf dem Camino Frances anreisen?“. An welchen Startpunkt gelangt man mit Flugzeug, Zug und Bus – oder notfalls auch mit dem (Taxi-)Auto?

Nützliche Links für die Planung der An- und Abreise

TIPP: Bei der Suche nach der besten Anreisemöglichkeit sind neben einschlägigen Flugsuchmaschinen vor allem verkehrsmittelübergreifende Portale und Internetplattformen der öffentlichen Verkehrsmittel in Spanien eine wunderbare Hilfe. Hier einige Links, die bei der Planung der An- und Abreise für den Camino Frances nützlich sein können:

Verkehrsmittelübergreifend
Rome2Rio

Bahn- und Fernbusverbindungen
Trainline

(Fern-)busverbindungen
Busbud

Bahnverbindungen
Deutsche Bahn
SNCF Eisenbahngesellschaft Frankreich
Renfe – spanisches Bahnunternehmen

Öffentliche Verkehrsmittel in Spanien
Fahrpläne und Tickets:
Alsa
Monbus
Empresa Freire (mit Flughafen-Shuttleservice von Santiago de Compostela zum Airport)

Beispiele für die Anreise zum Camino Frances

Die folgenden beispielhaften Anreisemöglichkeiten zu unterschiedlichen Startpunkten wurden mit Rome2Rio ermittelt und liefern erste Anregungen für die Planung der eigenen Anreise auf dem Camino Frances.

Zu beachten ist dabei, dass manche Busse und Züge lediglich ein bis zwei Mal am Tag zum gewünschten Startpunkt fahren. Abhängig von der Ankunftszeit am Flughafen oder Zielbahnhof ist ggfs. eine zusätzliche Übernachtung zu berücksichtigen, bevor die Weiterreise zum gewählten Startpunkt auf dem Camino Frances erfolgen kann.

Hier sieht man einen Screenshot der Reiseverkehrssuchmaschine Rome2Rio.
Verkehrsmittelübergreifende Portale sind eine gute Hilfe bei der Suche nach der besten Anreisemöglichkeit.

Startpunkt Saint-Jean-Pied-de-Port

Ob mit Flugzeug oder Zug ist nicht nur eine Geschmackssache, sondern auch eine Zeitfrage. Biarritz ist der nächstgelegene Flughafen, aber auch von Pamplona aus erreicht man den kleinen Ort in Frankreich mit dem Bus relativ unproblematisch. Wer den Zug bevorzugt, kann Bayonne als Umsteigeplatz wählen und landet von dort aus in gut 1,5 Stunden in Saint-Jean-Pied-de-Port. Beispiele:

Flug Frankfurt – Pamplona > Bus nach Pamplona Stadt > Bus nach Saint-Jean-Pied-de-Port
Reisedauer ca. 8 Stunden . Kosten: 90 € bis 250 €

Zug München – Paris l’Est > Umsteigen > Zug nach Montparnasse > Umsteigen > Zug nach Bayonne > Umsteigen > Zug nach Saint-Jean-Pied-de-Port
Reisedauer ca. 13 Stunden . Kosten: 250 € bis 330 €

Startpunkt Roncesvalles

Wer sich den mühsamen Fußweg von Saint-Jean-Pied-de-Port über die Pyrenäen sparen möchte, für den ist Roncesvalles sicherlich eine gute Start-Alternative für den Camino Frances. Zwei Anreisebeispiele:

Flug München – Bilbao > Bus vom Flughafen zum Busterminal > Bus nach Pamplona > Bus nach Roncesvalles
Reisedauer ca. 10 Stunden . Kosten: 80 € bis 210 €

Zug Frankfurt – Paris l’Est > Umsteigen > Zug nach Montparnasse-Bienvenue > Umsteigen > Zug nach Bayonne > Umsteigen > Zug nach Saint-Jean-Pied-de-Port > Auto nach Roncesvalles
Reisedauer ca. 12 Stunden . Kosten: 210 € bis 310 €

Startpunkt Pamplona

Pamplona ist von Frankfurt aus mit einem Direktflug erreichbar, bei anderen Startpunkten müssen längere Reisezeiten durch notwendige Umstiege eingeplant werden.

Flug Frankfurt – Pamplona > Bus nach Pamplona Stadt
Reisedauer ca. 2,5 Stunden . Kosten: 80 € bis 250 €

Flug Stuttgart – Madrid > Weiterflug Pamplona Flughafen > Bus Flughafen nach Pamplona Stadt
Reisedauer ca. 5 Stunden . Kosten: 60 € bis 200 €

Startpunkt Leon

Die meisten Anreisemöglichkeiten nach Leon führen über Barcelona oder Madrid. In Kombination mit dem Zug ist Leon in annehmbarer (Reise-)Zeit zu erreichen.

Flug Stuttgart – Barcelona > Zug nach Leon
Reisedauer ca. 7 Stunden (inkl. 2 Stunden Umstieg) . Kosten: 150 € bis 220 €

Leon gehört aber nicht nur selbst zu den beliebten Startpunkten, sondern ist darüber hinaus neben Madrid auch ein geeigneter Ausgangspunkt, um Astorga oder Ponferrada zu erreichen. Beispiel:

Bus Leon – Astorga
Reisedauer ca. 50 Minuten . Kosten: ca. 4 €

Zug Leon – Ponferrada
Reisedauer ca. 1,5 Stunden . Kosten: ca. 12 €

Startpunkt O Cebreiro

O Cebreiro kann nicht direkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren werden. Endstation für die Anreise zu diesem Startpunkt ist Pedrafita do Cebreiro. Zum rund vier Kilometer entfernten O Cebreiro gelangt man mit dem Taxi oder zu Fuß. Anreisebeispiele:

Bus Leon – Pedrafita do Cebreiro
Reisedauer ca. 3 Stunden . Kosten: ca. 12,50 €

Flug Frankfurt – Santiago de Compostela > Bus nach Lugo > Bus nach Pedrafita do Cebreiro
Reisedauer ca. 9 Stunden (inkl. Umstieg) . Kosten: 70 € bis 200 €

Startpunkt Sarria

Zum beliebtesten Startpunkt auf dem Camino Frances gibt es zahlreiche Anreisemöglichkeiten. Wie auch für O Cebreiro bietet sich der Flug nach Santiago de Compostela an. Mit dem Bus von Pedrafita do Cebreiro fährt man eine Stunde bis zur Ankunft in Sarria.

Eine weitere Anreisemöglichkeit:
Flug Stuttgart – Santiago de Compostela > Bus nach Curtis > Zug nach Sarria
Reisedauer ca. 11 Stunden (inkl. 4 Stunden Umstieg) . Kosten: 100 € bis 350 €

Abreise aus Santiago de Compostela

Während sich die Anreise zum Camino Frances je nach Startpunkt durchaus etwas aufwendig gestaltet, ist die Abreise aus Santiago de Compostela im Grunde problemlos. Eine Buslinie (Freire) verbindet die Stadt mit dem Flughafen. Von hier aus gibt es Flugverbindungen nach ganz Deutschland, teilweise mit Zwischenlandungen zum Beispiel in Madrid und in Kombination mit Zug oder Bus, um zum Heimatort zurück zu gelangen. Beispiel:

Bus Santiago Busbahnhof – Flughafen > Flug nach Frankfurt > Zug nach Karlsruhe
Reisedauer: ca. 6,5 Stunden (inkl. 2,5 Stunden Umstieg) . Kosten: 70 € bis 220 €

Beste Reisezeit und Wetter auf dem Camino Frances

Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter? Wann ist die beste Reisezeit auf dem Camino Frances? Bei der Suche nach einer Antwort sind neben den persönlichen Vorlieben vor allem zwei Aspekte zu berücksichtigen: Mit welchem Wetter ist im Jahresverlauf zu rechnen? Und: Wie stark ist der Weg zu welcher Jahreszeit frequentiert?

Pilgeraufkommen auf dem Camino Frances

Eine Antwort auf letztere Frage findet man beim Blick auf die Pilgerstatistik des Pilgerbüros in Santiago de Compostela.

Hier sieht man die statistische Verteilung des Pilgeraufkommens auf dem Camino Frances nach Monaten.
Das Pilgeraufkommen auf dem Camino Frances im Jahresverlauf.

Demnach sind auf dem Camino Frances ab November bis zum Frühjahrsbeginn im März nur wenige Pilger und Wanderer unterwegs. Der Jakobsweg befindet sich im Winterschlaf und mit ihm die normalerweise gut ausgebaute Infrastruktur. Die niedrige Pilgerfrequenz verwundert nicht, schließlich sind in der kalten Jahreszeit nicht gerade die besten Reise- und Wetterbedingungen anzutreffen. Die gute Nachricht jedoch:

Wenngleich sich die Temperaturen gerade von Dezember bis Februar schon einmal Richtung Null-Linie bewegen, so gibt es doch selten Minusgrade auf dem Camino Frances, so dass die Winterwanderung in allen Klimazonen mit wenigen Einschränkungen machbar ist – angemessene Kleidung und Verpflegung im Rucksack vorausgesetzt.

LESETIPP: Welche Ausrüstung für die Reise auf dem Camino Frances ins Gepäck gehört, darüber informiert der Beitrag „Packliste Jakobsweg: Das kommt in den Rucksack“.

März und April bieten moderatere klimatische Rahmenbedingungen und der Camino Frances mit seinem gut ausgebauten Herbergennetz und den Versorgungsmöglichkeiten erwacht langsam wieder zum Leben. Die Temperaturen sind angenehm und das Pilgeraufkommen noch überschaubar, so dass man entspannt seines Weges gehen kann, ohne Sorge um den nächsten Schlafplatz zu haben.

Ab Mitte April steigt die Pilgeranzahl sprunghaft an und wächst stetig bis zum Hochsommer. Wer sich in dieser Jahreszeit – insbesondere Juli bis Mitte September – auf den Weg macht, dem sollten weder Sommerhitze noch größere Menschenmengen etwas ausmachen und auch der berüchtigte Wettlauf um einen Schlafplatz in den Herbergen nicht abschrecken. Anderenfalls empfiehlt es sich besser lieber gleich einen anderen Termin für die eigene Tour auf dem Camino Frances zu wählen: zum Beispiel den Herbst.

Dann nämlich, wenn die Sommerferien in Spanien zu Ende gehen, kehrt wieder mehr Ruhe ein. Bis circa Mitte/Ende Oktober kann man von dem zurückgehenden Andrang auf den Camino Frances bei weiterhin recht guter Infrastruktur profitieren, bevor die „Pilgersaison“ endet und sich viele Türen für eine lange Zeit wieder schließen und der Winter beginnt.

Das Klima auf dem französischen Jakobsweg in den unterschiedlichen Regionen

Für alle, die sich nun fragen, was konkret bedeuten „selten Minusgrade“, „kalte Jahreszeit“, „angenehme Temperaturen“ oder „Sommerhitze“ auf dem Camino Frances? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Das zu erwartende Klima wird von den vier unterschiedlichen Regionen Navarra, La Rioja, Castilla y Leon und Galicien geprägt. Die nachfolgenden Klimadiagramme veranschaulichen Temperaturen und Niederschlag in den einzelnen Gebieten und geben zumindest Anhaltspunkte für die Beurteilung der Wettersituation.

Hier sieht man eine Grafik mit dem Wetter der Region Navarra in Spanien.
Klimadiagramm der Region Navarra

So zeichnet sich Navarra zum Beispiel in Pyrenäennähe durch ein feuchtes Bergklima aus. Im Winter ist gerade auf den ersten Etappen des Camino Frances häufig mit Schnee und Eis zu rechnen, was das Vorwärtskommen manchmal schwierig oder gar gefährlich macht. Ansonsten können die Temperaturen in der Region als gemäßigt bezeichnet werden und sind selbst im Hochsommer sehr moderat.

Hier sieht man ein Klimadiagramm mit Niederschlagsmenge und Temperatur der Region La Rioja.
Das Wetter in La Rioja

La Rioja erreicht zwar nur geringfügig höhere Durchschnittstemperaturen, hat jedoch wesentlich niedrigere Niederschlagsmengen und weniger Regentage.

In dieser Grafik sieht man das Wetter der Region Castilla y Leon in Spanien.
Castilla y Leon: Temperaturen und Niederschlag

In der Region Castilla y Leon muss gerade im schattenarmen Hochland von Kastilien – der Meseta – im Sommer mit teilweise extremer Hitze gerechnet werden. Das Mitführen von Sonnenhut und Sonnenschutz ist hier Pflichtprogramm.

Die Abbildung zeigt das Wetter im spanischen Galicien im Jahresverlauf.
Galicien: feucht und mild

Das grüne Galicien hingegen ist mild und feucht. Hier werden selbst im Hochsommer gerade einmal durchschnittliche Temperaturen von um die 20 bis 22 Grad erreicht. Gleichzeitig erzielt diese Region die höchsten Niederschlagsmengen. Tage mit teils intensiven Regenfällen sind hier das ganze Jahr über keine Seltenheit und so kommt die Regenkleidung spätestens hier zum Einsatz.

Die ideale Reisezeit auf dem Camino Frances

Aber wann ist sie also nun, die ideale Reisezeit für den Camino Frances? Nicht zu kalt, nicht zu warm: Wer diese Voraussetzung sucht, findet sehr gute klimatische Bedingungen in der Regel im Mai sowie September bis Mitte/Ende Oktober. Hier sind mäßig warme Temperaturen zu erwarten, es gibt viele Sonnentage bei gelegentlichen, eher leichten Regenfällen, die Infrastruktur zeigt sich von ihrer besten Seite und die Strecke ist nicht zu sehr überlaufen. Kurz: Das Unterwegs-sein auf dem Camino Frances im Frühling oder Herbst ist für alle, die die freie Wahl haben, sicher zu empfehlen.

Doch nicht nur das Wetter ändert sich je nach Jahreszeit, sondern auch die verfügbare Infrastruktur.

Unterkünfte und Herbergen auf dem Camino Frances

Generell ist die Unterkunftssituation auf dem Camino Frances als sehr gut zu bezeichnen. In eher kurzen Abständen trifft man immer wieder auf Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preisklassen. Neben Pensionen und Hotels besteht vor allem auch ein recht großes Angebot an öffentlichen und privaten Herbergen. Einen Überblick erhält man mit der nachfolgende GoogleMap, in der die Herbergen mit dem kleinen runden HelloWorld-Logo markiert sind.

Lediglich in der Hauptsaison kommen insbesondere Pilgerherbergen auf dem Camino Frances schon einmal an ihre Grenzen. In der Ferienzeit können hier – nicht nur, aber vor allem auf den letzten 100 Kilometern – die Übernachtungsplätze rar werden. Neben der Sommerhitze ist dies übrigens auch ein Grund, weshalb man immer davon hört und liest, dass die Pilger und Wanderer bereits frühmorgendlich, teils noch in der Dunkelheit starten, um rechtzeitig am Zielort anzukommen.

Wer entspannt reisen möchte, kann sich hier gegebenenfalls überlegen, bereits am Vortag eine Übernachtung über einschlägige Buchungsportale oder direkt bei der ausgewählten Unterkunft zu buchen. Aber Achtung: Bei öffentlichen Herbergen ist dies in der Regel nicht möglich, so dass man hier oftmals auf kostenintensivere Übernachtungsoptionen ausweichen muss.

LESETIPP: Mehr Infos über den Aufenthalt in Herbergen gibt es im Beitrag „Jakobsweg Pilgerherbergen und andere Unterkünfte“.

Die Kosten auf dem Camino Frances

Beim Stichwort „Kosten“ kommen wir nun noch zu einer weiteren Frage, die sich viele stellen: „Mit welchen finanziellen Aufwänden muss man auf dem Camino Frances rechnen?“. Auch diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Vielmehr kommt es auf den individuellen Bedarf während des Unterwegs-seins an. Zu den Anreise- und Abreisekosten (siehe auch vorstehende Infos unter dem Kapitel „Anreise zum Jakobsweg Camino Frances) und etwaigen Anschaffungskosten für die Ausrüstung sind daher bei der Kalkulation vor allem die persönlichen Vorlieben während der Reise zu berücksichtigen.

Wo der eine mit 25 bis 30 Euro pro Tag locker auskommt, benötigt ein anderer schnell 50 Euro und mehr. Eine Differenz, die bei einer rund fünfwöchigen Reise auf dem gesamten Jakobsweg von Saint-Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela erheblich zu Buche schlägt.

LESETIPP: Für die eigene Kalkulation der Kosten für den Camino Frances findet man im Beitrag „Jakobsweg Kosten: Wie teuer ist die (Pilger-)reise?“ einen umfassenden Überblick über die einzelnen Kostenpositionen und die Bandbreite der zu kalkulierenden Aufwände.

Camino Frances – Tipps und Infos für die Vorbereitung

Der Entschluss ist gefasst, der eigenen Reise auf dem Camino Frances steht nichts mehr im Wege. Doch wie bereitet man sich nun optimal auf die eigene Tour vor?

Einen allgemeinen Überblick über relevante Informationen rund um den Camino Frances – von der Etappenplanung über Höhenprofile bis zum Klima haben vorstehende Ausführungen gegeben. Praktische Tipps und Hilfestellung für die Vorbereitung gibt es hier:

Etappen- und Reiseplanung

Bei den eigenen Überlegungen zur Etappenplanung für den Camino Frances gibt die Beantwortung u.a. folgender genereller Fragen nützliche Anhaltspunkte:

  • Wieviel Zeit steht für den Camino Frances – inkl. An- und Abreise – zur Verfügung?
  • Sollen Puffertage eingeplant werden (was je nach Dauer ratsam ist) oder möchte man vielleicht in ausgewählten Städten eine Pause für eine Besichtigungstour einlegen?
  • Welche Distanzen traue ich mir zu? Je nach persönlicher Fitness ist es oft empfehlenswert, die ersten Etappen nicht zu lange zu wählen, damit der Körper Zeit hat, sich an die oft ungewohnte Belastung zu gewöhnen. Nach ein paar Tagen können die Distanzen dann vergrößert werden.
  • Welche Etappen – durch welche Regionen – möchte ich auf dem Camino Frances laufen?
    Bei der Beantwortung dieser Frage hilft der Blick in die ausführliche, kostenlose Camino Frances Etappenübersicht, die Du zusammen mit den GPS-Daten ganz einfach im HelloWorld DownloadCenter herunterladen kannst.
  • Übrigens: Gerade in der Hauptreisezeit kann es ratsam sein, nicht unbedingt die populären Etappenabschnitte aus einschlägigen Pilgerführern zu wählen, sondern azyklisch zu planen, damit die Unterkunftssituation entspannter ist.
  • Abhängig von der Dauer, Distanzen und Puffertagen ist die Frage des Startpunktes zu beantworten: Von wo aus und wie soll die Anreise erfolgen?
  • Und nicht zuletzt: Wann ist der gewünschte Starttermin?

Packliste für den französischen Jakobsweg

Ein wesentlicher Punkt – wenn nicht sogar der wichtigste im Rahmen der Planung – ist aber sicher das Zusammenstellen der Ausrüstung für den Camino Frances. Eines ist klar: Es sollte so wenig wie möglich ins Gepäck, schließlich muss man – wenn man keinen Transportservice in Anspruch nimmt – das gesamte Gepäck auf dem Rücken tragen. Welche Utensilien gehören aber unbedingt in den Rucksack, welche kann man sich vielleicht sparen?

LESETIPP: Eine ausführliche Zusammenstellung der Ausrüstung für den Camino Frances und wertvolle Tipps findet man im Beitrag „Packliste Jakobsweg: Das kommt in den Rucksack“.

Pilgerausweis nicht vergessen!

Auf jeden Fall mit ins Gepäck gehört der Pilgerausweis. Möchte man in öffentlichen Herbergen übernachten und am Ziel Santiago de Compostela seine Pilgerurkunde – die Compostela – entgegennehmen, ist er ein unverzichtbares Utensil für die Reise auf dem Camino Frances.

LESETIPP: Was sich hinter dem Pilgerausweis verbirgt, wo man ihn bestellen kann, was er kostet und nützliche Hinweise zum Gebrauch finden sich im Beitrag „Der Pilgerausweis für den Jakobsweg – Infos und Tipps“.

Die Pilgerurkunde wird übrigens im Pilgerbüro ausgestellt, das sich ganz in der Nähe der Kathedrale befindet:

Pilgerbüro Santiago de Compostela, Rua Carretas, 33, Tel.: +34 981 568 846

Zentrales Tourismusbüro, Rua do Vilar, 63, Tel.: +34 981 55 51 29

Camino Frances: von Erfahrungen profitieren

Regionale Pilgertreffen und Coaching

Noch keine Erfahrung mit dem Unterwegs-sein auf dem Camino Frances? Dann bieten zum Beispiel regionale Pilgerstammtische eine wunderbare Möglichkeit zum persönlichen Erfahrungsaustausch. Einfach einmal auf die Karte sehen. Vielleicht gibt es ja den nächsten Pilgerstammtisch direkt um die Ecke.

TIPP: Eine weitere Möglichkeit, um bei der Planung und Vorbereitung des Camino Frances von Erfahrungen anderer zu profitieren, ist auch das kostenlose Jakobsweg-Coaching für Pilger-Neulinge von HelloWorld.

HelloWorld NEWS – Newsletter für Jakobswegreisende

Darüber hinaus bietet HelloWorld auch ständig neue Beiträge und wertvolle Informationen rund um das Thema Jakobswegreisen zum kostenlosen Download. Bei Interesse einfach gleich für die „HelloWorld NEWS“ anmelden und wir informieren Dich automatisch, sobald es Neuigkeiten gibt.

Die Abbildung zeigt den Promotionbanner für HelloWorld NEWS für Jakobswegreisende.


Fragen, Anregungen?
Alle vorstehenden Informationen zum Camino Frances sind selbstverständlich kostenlos. Gerne lassen wir uns aber mit wertvollen Feedbacks, Lob und konstruktiver Kritik bezahlen. Gefällt Euch die Seite, habt Ihr Anregungen für den weiteren Ausbau? Wir freuen uns auf den Kontakt! Einfach hier Kommentar hinterlassen. Herzlichen Dank für die Unterstützung.

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