Etappenplanung “Abenteuer Camino del Norte”: 60 Tage . 1.200 Kilometer

Hier sieht man den Streckenverlauf des Camino del Norte.

Am 07. Mai 2017 startete unser zweites HelloWorld-Erlebnis. Insgesamt warteten sieben Camino del Norte Etappen mit insgesamt 55 Tagestouren auf uns. Ein langer Weg, den wir aber selbstverständlich nicht unvorbereitet antraten. Wir planten die groben Etappen, informierten uns über Distanzen und Schwierigkeitsgrade jeder einzelner Tagestour, stellten eine ausführliche Packliste auf, um nichts Wichtiges zu vergessen, schrieben in einer Todo-Liste die Punkte nieder, die vor Abfahrt noch zu erledigen waren und kümmerten uns um die notwendige technische Ausstattung. Alles in allem waren wir also auf die neue Herausforderung gut eingestimmt. Aber jetzt erst einmal alles der Reihe nach…

Ein Jahr vorher – im Juli 2016 –  fiel der Startschuss unseres HelloWorld-Projekts, das uns – Andrea und Nico – raus aus der gewohnten Komfortzone führen soll. Ein erster 12tägiger Testlauf erfolgte im September des gleichen Jahres. Rund 260 Kilometer wanderten wir mit Rucksack auf dem Küstenweg des Camino Portugues , um zu sehen, wie uns diese Art des Unterwegs-Seins gefällt.

Unser Resümee: Einfach toll! Die Strecke war dank sehr guter Infrastruktur, weitgehend eindeutiger Wegführung und sehr überschaubaren Steigungen für uns als unerfahrene Backpacker perfekt. Pilgeranfängern und denjenigen, die nur wenig Zeit haben, können wir diesen portugiesischen Jakobsweg wirklich ans Herz legen.

Als wir wieder zu Hause waren stand fest, dass wir in den nächsten Jahren als Backpacker die Welt erkunden möchten. Doch bevor wir ab 2018 unsere Entdeckungsreisen auf andere Kontinente ausweiten sollten, wollten wir uns einem weiteren „Belastungstest“ unterziehen. Einem „Belastungstest“, der nochmals ganz andere zeitliche, physische und mentale Herausforderungen als der Camino Portugues an uns stellen sollte.

Planung der Camino del Norte Etappen

Nach einigen Recherchen sind wir auf den Jakobsweg Camino del Norte und die Costa da Morte gestoßen und haben uns entschlossen, dass wir unsere eigene Tour an der spanischen Nordküste von Irun über die Costa da Morte bis zum Kap Finisterre laufen möchten – 60 Tage lang, 1.200 Kilometer.

„Respekt“, haben wir von manchem Gesprächspartner gehört, dem wir unser Vorhaben schilderten – oder um es frei nach Volkmar Haase aus der Facebook-Gruppe „Jakobsweg Veteranen“ zu sagen: „Das ist aber dann mal ein ganz anderer Schnack als der Camino Portugues“. Eine Aussage, die wohl berechtigt ist. Dem Camino del Norte mit seinen vielen Höhenmetern eilt nämlich der Ruf als „Eigernordwand“ und „Königsklasse“ unter den Jakobswegen voraus.

Die Abbildung zeigt die Etappenplanung entlang des spanischen Nordküstenwegs . Teil 1.
31 Tage lang folgen wir zunächst den Etappen des Jakobswegs Camino del Norte.

Dies im Hinterkopf starten wir also mit der Etappenplanung und orientierten uns bei der ersten Hälfte der Wegstrecke an einschlägigen Camino del Norte-Wanderführern. Falls alles planmäßig verlaufen würde, würden wir 31 Tage nach Start in Ribadeo ankommen. Während es diejenigen, die auf Pilgerreise sind, ab hier ins Landesinnere Richtung Santiago de Compostela zieht, wollten wir jedoch eine andere Richtung einschlagen.

Etappen des Camino del Norte á la HelloWorld

Für uns sollte es jetzt nämlich weiter an Spaniens Nordküste entlang über Ferrol, A Coruna, Malpicia und die Costa da Morte bis zum Ziel Kap Finisterre gehen. Diese Route ist offensichtlich weit weniger populär. Wegbeschreibungen, Kartenmaterial oder gar Herbergenverzeichnisse sind purer Luxus und so erstellten wir die Route weitgehend freihändig. Ein ziemlich anspruchsvolles Unterfangen, wie sich herausstellte.

Ohne ausreichend Informationen über die jeweilige Umgebung zur Hand, waren die Entscheidungen wie „Von wo nach wo soll es an dem Tag x gehen?“ und „Welchen Weg soll man nehmen?“ nicht unbedingt einfach zu treffen. Je nach Untergrund und Steigungen kann eine Entfernung über 20 Kilometer schließlich kurz sein, sich aber auch als unendlich lang erweisen. In Gebieten, die weg von jedem touristischen Einzugsgebiet sind und in denen Ortschaften weit auseinander liegen, kommen noch weitere Aspekte hinzu. „Wo findet man eine Unterkunft?“ oder „Wo gibt es Verpflegungsmöglichkeiten auf dem Weg?“ sind Beispiele für essentielle Fragen, die die Komplexität der Planung für uns enorm steigerten.

Die Übersicht zeigt den 2. Teil der Etappenplanung des spanischen Nordküstenwegs.
Über den Camino del Mar und die Costa da Morte geht es anschließend bis an das Kap Finisterre.

Nach längerem Hin und Her hatten wir es dann schließlich aber doch geschafft. Die Etappenplanung unseres “Abenteuer Camino del Norte” lag endlich vor uns.

Beim Blick auf die Karte machte sich eine riesige Vorfreude breit und vor unserem geistigen Auge ließen wir die Tour bereits vorüberziehen: 60 Tage in Bewegung sein, das Meer riechen, an Traumstränden entlang gehen, Berge erklimmen, über blühende Wiesen und Felder wandern, die Weite genießen, sich mit interessanten Menschen unterschiedlicher Nationen austauschen, sich in beschaulichen Küstenstädtchen gemütlich zum Fischessen niederlassen…

Nicht vergessen: Todo- und Packlisten

Aber noch war es nicht an der  Zeit zu Träumen. Die Pflicht rief in Form von Todo- und Packlisten. Spätestens jetzt waren wir heilfroh, dass wir uns bereits im Rahmen unseres ersten Testlaufs Jakobsweg Camino Portugues intensiv mit dem Thema Ausrüstung und Vorkehrungen für unsere Abwesenheit damit beschäftigt hatten. Lediglich ein paar Anpassungen und Ergänzungen aus unseren Learnings des vergangenen Jahres waren notwendig, um die Übersichten für die bevorstehenden Camino del Norte Etappen auf den neuesten Stand zu bringen.


Kostenlose Infos zum Download!

Wer wissen möchte, was so alles auf unseren Checklisten steht und sich Anregungen oder Impulse für die eigene Reisevorbereitung holen möchte, einfach auf den Banner klicken…

Dieses Bild zeigt eine Werbung für das neue HelloWorld Download Center


Bereit für das Abenteuer Camino del Norte

Dann endlich waren wir also „ready to go“, um unsere Reise anzutreten und versprachen an dieser Stelle allen Interessierten bald über unsere Erlebnisse und Erfahrungen zu berichten. Live von Unterwegs meldeten wir uns über den HelloWorld-Facebook-Kanal, um die Daheimgebliebenen auf dem Laufenden zu halten und das Feeling des “Abenteuer Camino del Norte á la HelloWorld” auch aus der Ferne erlebbar zu machen. Nach unserer Rückkehr begannen wir dann damit, die Aufzeichnungen, Bilder und Videos der 60-tägigen Reise an der spanischen Nordküste entlang aufzubereiten. 60 Tage, die sich in insgesamt sieben ausführlichen Reiseberichten mit persönlichen Learnings und unzähligen Bildern niedergeschlagen haben.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und vielleicht wecken wir ja mit unseren Schilderungen bei einigen auch das Camino del Norte-Fieber, das uns selbst gepackt hat. Würde uns freuen!

>> Hier geht es direkt zum ersten Reisebericht: Camino del Norte Etappe 1: “One day baby, we’ll be old…”

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Diana

Hallo ihr 2 ich wünsche euch viel Spaß und Erholung bei eurem Vorhaben. Ich selber habe auch vor für 1 Jahr unterwegs zu sein,erst von Dresden bis Spanien den jakobsweg,und dann spontan Entscheidung wo meine Füße mich hin bringen. Einfach die Natur und Umwelt genießen, Erfahrungen sammeln,einfach mal abschalten.Also ich werde eure berichte mit Spannung verfolgen.

Kevin

Ich habe eure Internetseite entdeckt und kam einfach nicht drum herum mir alles einmal anzuschauen. Ich bin den camino del norte letztes Jahr im Juni/Juli gegangen und bin sehr begeistert gewesen! Bei der Fotoauswahl sollte meiner Meinung aber auch gezeigt werden, dass es auch einige Etappen mit bepflasterten Straßen gibt.
Liebe Grüße

Georg und Sieglinde

Hola! liebe Andrea, lieber Nico,
Wir sind wieder von unserem “Camino del Norte Ausflug” zurück.
Unsere Begegnung in Güemes ist uns sehr nah gegangen und erst das unerwartete und zufällige Wiedersehen in Santander. Einfach weil wir uns so toll über die bisherigen Camino Erfahrungen austauschen können.
Euere “Mission Camino del Norte mal ganz anders” ist der Wahnsinn!
Wir werden euch virtuell auf dem Camino begleiten und wünschen ein herzliches Buen Camino.
Georg und Sieglinde

Norbert Marthen

Tolle Herausforderung. Ich wünsche Euch Glück und Buen Camino. Die Ortsnamen bringen die schönen Erinnerungen von 2013 wieder. All the best. Norbert

Regula Roth

Hallo ihr zwei
Ich wünsche euch nur das beste. Bin letztes jahr den norte “nur” von gijon bis sdc gepilgert, alleine, war sehr wertvoll für mich als oma!
In vier wochen werde ich ab porto den weg gehen, eure infos immer in meiner hosentasche!
Sonne aus der schweiz, Regula

Kathrin Räbiger

Liebe Andrea, lieber Nico, buen camino für euch. Ich wünsche euch viele tolle Erlebnisse, nette Begegnungen, erholsame Herbergsnächte und gute Füße. Ich bin euch jetzt ein paar Tage voraus und weiß ein bisschen, was euch erwartet, und es wird euch gefallen! Freu mich auf eure Berichte.
Herzlicher Gruß
Kathrin

Jeanette Egner

Lieber Nico,
Erstmal- klasse, was ihr auf die Beine stellt.
Mich interressiert allerdings der ” del norte ” besonders. Man luest kaum etwas darüber und ed gibt keine Gruppe für den Austausch.
Ich habe mich auch mit Anne Chantal darüber unterhalten, von der ich duch grüssen soll, mit der Bitte eine Fachgruppe zu eröffnen.
Lieben Gruss
Jeanette

Jessi

Wow das hört sich toll an! Ich wünsche euch viel Glück und Spaß!
Liebe Grüße

Melanie Pignitter

Wow das ist ja eine beeindruckende Route. Und eine beneidenswerte Aussicht – 60 Tage Abenteuer pur – das stelle ich mir wundervoll vor.
Freue mich auf den Beitrag danach und hoffentlich jede Menge Bilder. Plane nämlich auch eine längere Reise.
lieben Gruß
Melanie

Jürgen

Gehe den Norte selbst im September und bin gespannt auf eure Berichte.

Kamm Werner

Ich wünsche euch viel Glück für euer Vorhaben. Es wird eine schwere Tour werden und 60 Tage sind auch eine Nummer. Solang ich noch zuhause bin werde ich euch jeden Tag auf dem Hello World-Facebook-Kanal folgen. Den ich werde ab 23.05.2017 wieder selber auf Tour sein von Görlitz nach Fulda .

Ultreia und Bom Caminho