Paella á la HelloWorld: So schmeckt Spanien

Das Bild zeigt die Zutaten zum Rezept Paella á la HelloWorld.

Es gibt Gerichte, die schmecken nach Sonne und Meer und lassen beim Genuss Erinnerungen an längst zurückliegende Reisen aufkommen. So geht es im Moment auch uns nachdem wir von einer über 1.200 Kilometer langen Tour an der spanischen Nordküste zurückgekehrt sind. Der Geschmack von Spanien liegt noch auf der Zunge: Tapas, Tortilla und frische Meeresfrüchte stehen dabei sinnbildlich für eine wunderbare Zeit, die wir beim Unterwegs-sein auf dem Camino del Norte erleben durften. Doch wenn uns jemand die Frage stellt, “Wie schmeckt Spanien?”, dann haben wir vor allem eine Speise vor Augen: die Paella.

Paella ist nicht gleich Paella

Spanien ohne Paella ist für uns undenkbar. Doch Paella ist nicht gleich Paella. In eher touristisch geprägten Regionen konnten wir die “Paella  mixta” probieren. Ein leckeres Gericht, das aber für unseren Geschmack im wahrsten Sinne “weder Fisch noch Fleisch”, sondern irgendwie ein bisschen von allem war. Wie wir erfahren haben, hat diese Variante auch nichts mit der traditionellen Paella zu tun. Viele Spanier bezeichnen sie denn auch als “Paella de turistas” – die Touristen-Paella und sind der Meinung, dass auch die “Paella de marisco” mit Meeresfrüchten eher eine Erfindung neuerer Zeit ist.

Was aber zeichnet dann die traditionelle Paella aus? Dieser Frage sind wir nachgegangen und konnten trotz unterschiedlichster Erzählungen und Informationen über Zutaten und Zubereitung tatsächlich einen gemeinsamen Nenner finden:

Auf der Suche nach dem Urspung

Der Ursprung liegt wohl in der Region Valencia, die auf eine lange Tradition im Reisanbau zurückblicken kann. Für die Verpflegung der Landarbeiter wurde hier früher in einer flachen Pfanne (der “Paella”) Reis mit einfachen Einlagen wie Gemüse, Bohnen oder Schnecken gekocht. Sonntags oder an besonderen Feiertagen kamen dann je nach Verfügbarkeit auch Kaninchen oder Hühnerfleisch hinzu.

Dass diese “Paella Valenciana” gut zubereitet ein echter kulinarischer Genuss ist, davon haben wir uns selbst bei unterschiedlichen “Kostproben” überzeugt und waren so begeistert, dass wir entschlossen haben, das Gericht nachzukochen. Mit vielen “Insider”-Tipps in der Tasche sind wir zu Hause angekommen und haben uns an die Arbeit gemacht.

Sorgfältig haben wir die Zutaten zusammengestellt und uns Stück für Stück an die Zubereitung herangetastet, bis wir schließlich mit dem Ergebnis – sowohl geschmacklich als auch mit Blick auf die Konsistenz der Speise – zufrieden waren.

Hier sieht man Fleisch, Gewürze und Gemüse - Zutaten für die Paella á la HelloWorld, eine Erinnerung an den Camino del Norte.
Unverzichtbar für eine perfekte Paella: frisches, hochwertiges Fleisch, selbstgemachter Hühnerfond, beste Gewürze…
Paella, die kulinarische Erinnerung an den Jakobsweg Camino del Norte: Das Bild zeigt Gemüse und Reis und die Besonderheit Nora, die in jede Paella gehört.
reife Tomaten, frische Paprika, Paellareis Bomba, Noras…

Das Rezept der “Paella á la HelloWorld” haben wir hier detailliert für alle aufgeschrieben, die nicht auf ihre nächste Reise warten wollen, um das typische Pfannengericht zu genießen.

Bevor es jedoch losgeht, noch ein Hinweis, der uns besonders wichtig ist:

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile…

Jeder kennt diese Situation: Man sieht ein Rezept und will es ausprobieren, hat aber diese oder jene Zutat nicht griffbereit, tauscht sie durch andere aus und lässt auch bei der vorgeschlagenen Koch-Abfolge ganz gerne die eigene Kreativität am Herd walten. Das Ergebnis kann sich dann auch (meist) sehen lassen, hat aber mit dem ursprünglichen Rezept und dem damit verbundenen Geschmackserlebnis unter Umständen nicht mehr viel gemeinsam.

Nach dem Motto “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile” empfehlen wir daher, sich zumindest bei der ersten Zubereitung an die vorgeschlagene Vorgehensweise zu halten und bei der Auswahl der Zutaten auf eine wirklich gute Qualität zu achten. Wir sind sicher, dass sich diese Paella dann für alle Spanienliebhaber als kulinarisches Highlight herausstellen wird.

Wir wünschen gutes Gelingen!

 

Der Anblick dieser leckeren Paella erinnert an die Zeit auf dem Camino del Norte.
5 von 3 Bewertungen
drucken!

Paella á la HelloWorld - Jetzt Schritt für Schritt nachkochen!

Für alle Spanienliebhaber, Camino del Norte-Fans, Jakobswegpilger... Jetzt das spanische "Pfannengericht" mit Schritt für Schritt-Anleitung einfach Nachkochen und von der Sonne Spaniens träumen. 

Das Rezept haben wir selbst erprobt und Schritt für Schritt optimiert. Die gewählten Zutaten sind dabei maßgeblich für den unvergleichlichen Paella-Geschmack. Daher empfehlen wir beim Nachkochen der "Paella á la HelloWorld" die Zutaten nicht durch andere auszutauschen und auf eine gute Qualität zu achten. Für die mit * gekennzeichneten Zutaten finden sich am Ende des Beitrags unter "Warenkunde" wichtige Informationen.

Menüart Hauptspeise
Länder & Regionen Spanien
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 30 Minuten
Portionen 6 Personen
Kalorien 940 kcal

Zutaten

  • 3 Hühnerschenkel (frisch)
  • 3 Kaninchenschenkel (frisch)*
  • 600 gr Arroz Bomba (spanischer Paella-Reis)*
  • 2 Paprika rot
  • 6 Tomaten
  • 3 Zwiebeln (mittelgroß, pro Stück ca. 120 gr)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2,25 Ltr. Hühnerfond (selbstgemacht, ungesalzen)
  • 2 Zweige Rosmarin (frisch vom Markt, keine Gewächshaus-Ware)
  • 15 gr Nora (getrocknete spanische Paprikaschoten)*
  • 2 EL Tomatenmark (optional)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüss
  • 50 ml Olivenöl, raffiniert (wichtig, da natives Olivenöl einen zu niedrigen Rauchpunkt hat)

Paella "Gewürzmischung á la HelloWorld"

  • 1/2-3/4 TL Safranfäden (abhängig von der Qualität des Safrans)*
  • 1 TL Pfefferkörner schwarz
  • 1 EL grobes Meersalz

Zubehör

  • Paellapfanne (Durchmesser 40 cm)*
  • Mörser
  • (Gas)Grill

Getränkeempfehlung

  • einen schönen spanischen Rotwein, z.B. einen Rioja oder Ribeira del Duero... Prost !"

Zubereitung

Mise en place - die Zutaten vorbereiten

  1. Hähnchen- und Kaninchenschlegel ca. 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen und abdecken, damit das Fleisch Raumtemperatur annimmt. Auf diese Weise ist das Temperaturgefälle zwischen heißer Pfanne und Fleisch beim Anbraten nicht zu groß und die Temperatur in der Pfanne bleibt maximal lange hoch.

  2. Hähnchen- und Kaninchenschlegel abspülen, trockentupfen und in zwei Teile schneiden. Kräftig mit Pfeffer, Salz und Paprika würzen.

    Tipp: Hähnchenschlegel lassen sich einfach am Gelenk teilen. Kaninchenschlegel sollten am besten vom Metzger geteilt werden. Darauf achten, dass hier keine Knochen splittern.

    Paella, die kulinarische Erinnerung an den Jakobsweg Camino del Norte: Das Bild zeigt alle für die Paella á la HelloWorld vorbereiteten Zutaten. Vorne im Bild die Schlegel.
  3. Paprika und Zwiebeln in grobe Stücke schneiden.

  4. Knoblauch schälen und fein hacken.

  5. Tomaten häuten und pürieren. 

    Tipp: Die Tomaten an der Unterseite kreuzweise einritzen und in kochendes Wasser geben, bis die Haut deutliche Risse zeigt. Anschließend in kaltem Wasser abschrecken. Jetzt lässt sich die Haut ganz einfach mit einem kleinen Messer abziehen.

    Optional: Falls die Tomaten nicht ausreichend schmackhaft sind, für einen intensiveren Tomatengeschmack noch 2 EL Tomatenmark zum Tomatenpüree hinzugeben.

  6. Noras zerkleinern.

    Tipp: Noras mit der Schere in möglichst kleine Stückchen schneiden, dann im Mörser zerreiben, damit das Aroma stärker freigesetzt wird.

  7. Für die Paella-Gewürzmischung Safranfäden, Pfefferkörner und Salz zusammen in einen  Mörser geben und zerstoßen.

  8. Hühnerfond erwärmen.

    Tipp: Hühnerfond schon ein paar Tage vorher zubereiten und einfrieren.

Zubereitung

  1. Paellapfanne auf dem Grill auf höchster Stufe ca. 15 Minuten stark erhitzen. 

  2. Olivenöl hinzugeben und darin das Fleisch scharf von allen Seiten anbraten (ca. 3 Min.) damit Röstaromen auf der Hauptoberfläche entstehen. Sobald das Fleisch eine goldbraune angeröstete Farbe hat, aus der Pfanne nehmen.

    Hinweis: Damit das Fleisch später auch zart ist, darf die Hitze in dieser Phase noch nicht tief in das Gewebe eindringen. Das Fleisch gart später im Sud.

  3. Hitze etwas reduzieren. Paprika und Nora anbraten (ca. 3 Min.), dann Zwiebeln hinzugeben und nach weiteren 3 Min. den Knoblauch kurz (1 Min.) untermischen. 

  4. Anschließend die pürierten Tomaten dazugeben. Alles zusammen nochmals ca. 5 Min. in der Pfanne schmoren lassen.

    Paella, die kulinarische Erinnerung an den Jakobsweg Camino del Norte: Hier werden die pürierten Tomaten zum Gemüse dazu gegeben und mitgeschmort.
  5. 1 Ltr. heißen Hühnerfond dazu gießen und ca. 25 Min. reduzieren lassen. 

  6. Restlichen Hühnerfond (1,25 Ltr.) auffüllen. 3 Minuten aufkochen lassen.

    Paella, die kulinarische Erinnerung an den Jakobsweg Camino del Norte: Wenn der Fond langsam einkocht, bildet sich eine erste Patina am Rand der Pfanne.
  7. Paella abschmecken. Dazu schrittweise immer ein wenig von der Paella-"Gewürzmischung á la HelloWorld" in den Sud geben und abschmecken.  So lange wiederholen, bis der gewünschte Geschmack erreicht ist.
    Tipp: Um sich nicht den Mund zu verbrennen und dabei die Geschmacksnerven zu beschädigen, zum Abschmecken am besten etwas Sud auf einen kleinen Teller geben und kurz abkühlen lassen.

  8. Paella-Reis dazugeben und gleichmäßig in der Pfanne verteilen.

  9. Hähnchen- und Kaninchenstücke mit der Oberseite nach oben in die Pfanne legen. Dabei unter den Fleischstücken den Reis etwas zur Seite schieben.

  10. Frische Rosmarinzweige auf die Paella legen.

  11. Ca. 5 bis 7 Min. noch auf maximaler Hitze kochen lassen.

    Tipp: Die Dauer variiert je nach Grill. Daher auf die Reiskörner achten: Sobald die ersten Reiskörner aufgequollen sind und etwas aus der Soße herausschauen, kann die Hitze reduziert werden. Die Paella sollte ab jetzt nicht mehr gerührt werden, denn der Reis soll am Boden und Rand der Pfanne anbacken und eine aromatische Kruste – die „Patina - bilden.

    Wichtig: Die Füssigkeit ist so bemessen, dass sie nach der Garzeit aufgesogen und verdampft ist. Ab jetzt sollte keine Flüssigkeit mehr nachgegossen werden! Daher unbedingt jetzt den Brenner herunterregeln (Low), da sonst die Flüssigkeit verdunstet, bevor der Reis gar ist. 

  12. Nach circa 25. Min. ist der Reis gar (zum Testen einige der oben liegenden Reiskörner probieren, diese müssen "al dente", das Fleisch muss durchgezogen sein). Die Paella ist nun fertig und der Pfannenrand zeigt eine knusprige Patina.

Der Anblick dieser leckeren Paella erinnert an die Zeit auf dem Camino del Norte.
Fertig zum Verzehr: Das spanische Pfannengericht bringt den Camino del Norte in die heimischen vier Wände.

¡buen provecho!

Fragen zum Rezept, den Zutaten oder der Zubereitung? Dann nutzt unsere “Koch-Hotline”. Einfach eMail an info@hello-world.net oder direkt eine Nachricht über Facebook senden.

Selbstverständlich freuen wir uns auch auf Euer Feedback, Eure Bewertung und auf Eure Anregungen, welches kulinarische Highlight aus Spanien wir demnächst einmal für Euch ausprobieren sollen!

 

Paella á la HelloWorld in Bildern


Warenkunde

Arroz Bomba
Reissorten gibt es viele. Kurzkorn, Mittelkorn, Rundkorn, Langkorn… Doch um zu klären, welcher Reis sich am besten für eine traditionelle Paella eignet, haben wir uns dort umgehört, wo man es wissen muss: in Spanien. Die Empfehlung lautet einstimmig „Bomba“. Der Rundkorn-Reis soll die ideale Konsistenz bieten, da er besonders saugstark ist – das Korn vergrößert sich beim Kochen um das 3 bis 5fache – und damit der Paella die gewünschte Cremigkeit verleiht, gleichzeitig jedoch bissfester als andere Reissorten bleibt.
In spezialisierten Shops werden die Eigenschaften der vor allem in der spanischen Region Valencia kultivierten Reissorte denn auch hoch gelobt: „bester und hochqualitativster Reis“, „beste Sorte hoher Qualität“…
Bevor wir den Bomba für unser Paella-Rezept á la HelloWorld aber empfehlen, wollten wir uns natürlich selbst von den Eigenschaften überzeugen und haben den Bomba-Reis bei gleichen Kochbedingungen mit einem anderen Rundkornreis, den wir normalerweise für Risotto einsetzen, verglichen.
Das Ergebnis: Der Unterschied ist deutlich spürbar und schmeckbar. Der Bomba-Reis ist unser Favorit, wenn es um die Zubereitung einer echten spanischen Paella geht. Allerdings: Er ist auch ein wenig teurer als andere Reissorten, da er nicht in so großen Mengen angebaut wird.

Kaninchen
Geschmort, gegrillt, gebraten: In Spanien ist der Verzehr von Kaninchen weit verbreitet und auch in der traditionellen Paella darf es nicht fehlen. Das schmackhaft magere Fleisch ist auch wirklich ein Genuss – entsprechende Qualität vorausgesetzt. Beim Kauf sollte man daher auf die Frische und Herkunft achten. Ob Tiere aus der freien Wildbahn oder Zuchtkaninchen: frische Ware ist tiefgefrorener vorzuziehen. Wer die Möglichkeit hat, das Fleisch direkt von privaten Erzeugern, Jägern oder im Biomarkt zu kaufen, sollte dies nutzen und dabei unbedingt auch auf das Herkunftsland achten. Deutschland und Frankreich beispielsweise gelten unseren Recherchen nach weitgehend als Quelle für qualitativ hochwertiges Fleisch. Tiefgefrorene Ware aus China sollte man hingegen vermeiden. Ungeachtet des weiten Transportweges soll es sich laut Expertenberichten um minderwertige Ware handeln.

Nora
Bei den Noras handelt es sich um geräucherte Paprika- bzw. Chilischoten, die in der Provinz Extremadura, Region La Vera, hergestellt werden. Sie werden rund zwei Wochen über Eichenrauch getrocknet und erhalten so ihr typisches Aroma, das in keiner Paella fehlen sollte. Die Noras sind als ganze Schoten oder als Pulver unter dem markenrechtlich geschützten Namen Pimentón de la Vera erhältlich. Es gibt drei Schärfegrade: „Dulce“, „Agridulce“ und „Picante“. Für die Paella á la HelloWorld verwenden wir die milde und süßliche Variante „Dulce“.

Paella-Pfanne
Die “Paellera” wird heute in vielen Materialien angeboten. Um jedoch die wohlschmeckende Patina am Pfannenrand und -boden bei der Paella-Zubereitung zu erhalten, empfehlen wir keine emaillierte Pfanne, sondern eine einfache, typische Stahlpfanne mit zwei Griffen zu nutzen. Sie ist in spanischen Supermärkten oder in Online-Shops auch hierzulande für rund 8 bis 10 Euro erhältlich. Damit sie nicht rostet, wird sie nach dem Spülen einfach mit etwas Öl eingerieben.

Safran
Hochwertiger Safran macht mehr als nur „den Kuchen gehl“. Er verleiht Gerichten einen ganz feinen, unverkennbaren Geschmack – wenn die Qualität stimmt. Doch das ist nicht immer der Fall. Safran, der aus den Narben von Krokusblüten gewonnen wird, ist nicht zuletzt aufgrund der aufwändigen händischen Ernte ein sehr teures Gewürz. Kein Wunder also, dass auf dem Markt immer wieder Fälschungen auftauchen. Deshalb hier 5 Tipps auf was man beim Einkauf achten sollte:

  1. Da Safranpulver häufig mit Kurkuma oder Färberdistel angereichert wird, empfehlen wir den Kauf von Safran-Fäden. Keine Sorge: Die Fäden lassen sich bei Gebrauch im Mörser leicht zu Pulver zermahlen.
  2. Einen Blick auf die Fäden werfen. Sie müssen wie Fäden beschaffen sein und dürfen nicht wie gerollte Blätter aussehen, denn dann handelt es sich wahrscheinlich um die Blütenblätter der Färberdistel.
  3. Doch auch Fäden sind noch längst kein Garant für Qualität und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, auch die Herkunft ist entscheidend. Der Iran steht mit rund 90 % Anteil am Weltmarkt ganz vorne auf der Erzeugerliste, der hochwertigste Safran jedoch soll aus Spanien stammen, wo er in wesentlich geringerem Ausmaß kultiviert wird. Entsprechend ist der spanische Safran um einiges teurer, als der iranische. Gewiefte Anbieter betreiben daher auch ganz gerne „Etikettenschwindel“. Bei einem „Producto de Espana“ kann es sich – ganz legal – um iranischen Safran handeln, der lediglich in Spanien abgefüllt wurde, aber für den Anbieter den doppelten Erlös bringt.
  4. Die Safran-Qualität wird in Crocin-Werten gemessen. Gemeint ist damit der Farbgehalt. Laut Norm gibt es 4 Klassen, wobei die Klasse I mit einem Crocin-Wert über 190 die höchste ist.
  5. Der „heimische“ Farbtest: Einen Faden in einem Glas heißem Wasser auflösen. Wenn der Faden nach rund 10 Minuten noch seine gelbe Farbe behalten hat, hat man eine gute Qualität gewählt. Bei Fälschungen trübt sich die Flüssigkeit rötlich.

Unsere Empfehlung: Den Safran nicht vorschnell beim Supermarkt um die Ecke kaufen, sondern bei (Online-)Händlern, die auf solche Gewürze spezialisiert sind.

6 Kommentare

  1. Moin, danke für diesen Artikel und das tolle Rezept… habe mich schon länger nicht mehr an Paella versucht, mal schauen, ob ich es mit Eurem Rezept besser hinbekomme…obwohl ich großer Spanien-freund bin, wusste ich nicht, was Noras sind… zum Glück bin ich nächste Woche an der Costa Brava und kann einkaufen… LG, Eddy

    1. Lieber Eddy,

      Danke für Deine Nachricht. Wir freuen uns natürlich sehr, wenn Du das Rezept bald ausprobierst und sind auch schon gespannt auf Dein Feedback zum „Paella-Rezept im Live-Betrieb“. Mit spanischen Noras direkt aus Spanien und einem schönen Rioja 🙂 dürfte ja aber eigentlich nichts mehr schief gehen… Jetzt aber erst einmal viel Spaß an der Costa Brava und ¡buen provecho! bei all den spanischen Leckereien, die Dich dort sicher erwarten.

      Herzliche Grüße Andrea & Nico

  2. Schön dass ihr nun auch kulinarisch unterwegs seid.
    Rezept sieht sehr lecker aus. WANN sollen wir WO hinkommen?
    Lg Sandra (insta: _sommersturms_lieblingsrezepte)

    1. Hallo Sandra,

      sieht nicht nur lecker aus, schmeckt auch so… Bevor wir jedoch soweit sind, um zum „spanischen Abend“ einzuladen, bitte noch ein bisschen Geduld. Schließlich müssen wir erst noch ein wenig fleißig sein. „Testkochen“ für Tapas, Vorspeise und Nachtisch ist nun angesagt. Stay in contact 🙂 und liebe Grüße aus der Nachbarschaft Andrea & Nico

  3. Hallo Ihr Lieben Reisenden, Wanderer, Gourmets und Köche,
    da habt Ihr aber wirklich einen richtig grossen Aufwand betrieben und einen tollen Rezeptbeitrag erstellt. Ich bin begeistert!!! Und aus eigener Erfahrung weiss ich auch, welche Arbeit dahinter steckt. Sieht klasse aus und macht richtig Lust auf nach kochen. Allerdings muss ich einen Ersatz für die Kaninchenschenkel finden, denn Kaninchen und Hase steht bei uns nicht auf dem Speiseplan. Aber ich mach das schon, sobald die Temperaturen bei uns wieder unter 30°C gefallen sind, werde ich unseren Gasherd anwerfen und loslegen….Danke für dieses tolle Rezept 🙂 (die Bewertung ist erstmal für die ausführliche, schöne Darstellung. Eine weitere gibt’s dann, wenn wir die Paella gegessen haben…)

    1. Hallo Petra!

      Lieben Dank für Dein tolles Feedback. Wenn Du vorab noch Fragen zur Zubereitung hast, wenn es Unklarheiten gibt oder einfach wenn Du nicht weißt wo Du z.B. die ein oder andere Zutat (wie beispielsweise die spanischen Noras) herbekommen kannst (oder einen ordentlichen Safran) bitte gerne nochmals rüberfunken. Auch stehen wir natürlich bereit falls die zubereitete Portion zu groß geworden sein sollte… 🙂

      Herzliche Grüße in die Schweiz und in die Runde
      Andrea & Nico

Einfach hier direkt Deinen Kommentar eingeben und absenden.

Dein Kommentar *

Dein Name *

*Das Ausfüllen dieser Felder ist erforderlich. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, sondern dient nur für den Fall von Rückfragen unsererseits.