Das Abenteuer 100 Tage Südamerika

Titel der Erlebnisberichtsreihe zum Abenteuer Südamerika

Südamerika, wir kommen! Fast zwei Jahre nach dem Start von HelloWorld standen wir vor unserem dritten HelloWorld-Projekt: Das „Abenteuer 100 Tage Südamerika“ startete am 01. Mai 2018 und sollte uns quer durch Bolivien, Peru und Ecuador führen. Aber der Reihe nach …

Als wir uns mit 50 Jahren dazu entschlossen haben, mehr von der „echten“ Welt zu sehen und andere Kulturen kennenzulernen, waren wir noch unsicher, welche Art des Reisens zu uns passen würde. Frei nach Goethe „Nur wo Du zu Fuß warst, bist Du wirklich gewesen“, entstand die vage Idee vor allem mit dem Rucksack auf dem Rücken durch verschiedene Länder zu laufen. Auf diese Weise – so unsere Hoffnung – wollen wir nicht nur Natur und Umgebung genießen, sondern auch mit den Menschen vor Ort stärker in Kontakt kommen. Doch würde uns diese „Fortbewegung“ tatsächlich gefallen? Diese im Grunde minimalistische, einfache und oftmals nicht gerade bequemste Art des Reisens? Fragen, die wir damals nicht beantworten konnten, fehlte uns doch von einigen wenige Tage dauernden Wanderungen durch die Alpen angesehen jegliche Erfahrung. Nicht auszudenken, wenn wir uns auf eine große Tour auf einem anderen Kontinent begeben und kurze Zeit später feststellen würden, dass unser „Reisetraum“, mit der Realität gar nichts gemeinsam hat. Diese Enttäuschung wollten wir uns so weit möglich ersparen.

Drum prüfe…

Erste Tests sollten daher dabei helfen uns und unsere Erwartungen an das Unterwegs-sein besser einzuschätzen. So kam es schließlich, dass wir uns im September 2016 erstmals als „Rucksack-Touristen“ auf den Weg begeben haben. Der Camino Portugues mit seinen rund 260 Kilometern schien uns ein guter Einstieg. Dank ausreichend guter Infrastruktur waren hier keine größeren unangenehmen Überraschungen zu erwarten. Wir konnten uns ganz und gar darauf konzentrieren wie es sich anfühlt, zu Fuß mit wenigen Habseligkeiten im Gepäck durch die Lande zuziehen. Unser Resümee nach dieser 12-tägigen Tour fiel vollkommen positiv aus.

Doch machen wir uns nichts vor. 12 Tage sind keine allzu lange Zeit. Kaum startet man, ist man auch schon wieder zu Hause. Schnell stand fest, dass wir eine weitere Herausforderung suchen müssen, um unsere Begeisterung zu überprüfen und auch zu sehen, ob diese über längere Zeit anhalten wird. Für diesen zweiten „Eignungstest“ haben wir die spanische Nordküste gewählt. 1.200 Kilometer hieß die Herausforderung dieser Tour, die uns 2017 das ein oder andere Mal an unsere mentalen und physischen Grenzen bringen sollte. Insbesondere die Costa da Morte mit ihrer in Teilen nur rudimentären Infrastruktur stellte uns dabei immer wieder auf die Probe. An Grenzen kommen, Grenzen überwinden – ja, es hat funktioniert und dabei auch noch richtig Spaß gemacht. Als wir uns nach 60 Tagen wieder auf den Heimweg begaben, stand endgültig fest: Zu Fuß mit dem Rucksack – das passt zu uns. Jetzt können wir beginnen, größere Reisen außerhalb Europas zu planen.

Von Bolivien bis Ecuador

Südamerika, Asien, Afrika? Drei Ziele, die auf der Agenda für unsere erste Fernreise standen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Unsere Wahl für 2018 fiel auf Südamerika. Warum?

Rational können wir die Entscheidung nicht erklären. Vielmehr war es unser Gefühl, das uns nach langem Durchforsten einschlägiger Literatur und Webseiten, Sichten von unzähligen Bildern und Lesen unterschiedlichster Beiträge und Reiseberichte geleitet hat. Die unbändig, ursprünglich und vielfältig erscheinende Natur mit ihren Gegensätzen und die in weiten Teilen touristisch erst am Anfang stehenden und damit auch (hoffentlich) noch nicht so sehr überlaufenen Länder wie Bolivien, Peru und Ecuador haben es uns angetan.


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Heute durch ein Regenwaldgebiet laufen, morgen eine Trekking-Tour in den Anden, dann eine Küstenwanderung oder ein Marsch durch savannenartige Landschaften, Lamas von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, durch kleine Ortschaften gehen, Großstädte erkunden, über farbenfrohe Indigenamärkte schlendern, Weltkulturerbestätten besuchen oder auch einfach an schönen Plätzen bei einem Pisco Sour gemütlich dem Treiben um uns herum zusehen: Alles schien möglich!

Vorfreude auf den „Kulturschock“

Vor allem aber übte die kulturelle Vielfalt – alleine in Bolivien sollen 36 indigene Nationen leben – eine Faszination auf uns aus. Beim Unterwegs-Sein zu Fuß der einheimischen Bevölkerung näherzukommen und mehr von deren Traditionen und Gebräuchen aber auch über ihren Alltag zu erfahren, erschien uns unglaublich spannend. Wie leben und arbeiten die Menschen hier in Südamerika, in den Großstädten wie La Paz, Cusco oder Quito aber auch in den kleinen Dorfgemeinschaften, von denen man immer wieder hört. Welche Werte sind ihnen wichtig? Wie gestalten sie ihr Miteinander? Welche Musik verbindet die Menschen? Wie kleiden sie sich? Aber auch: Was zeichnet die Küche der Länder aus – hier allem voran die peruanische Küche, die immer wieder hoch gelobt wird? Und natürlich interessierte uns ganz besonders eines: Wie werden wir wohl aufgenommen werden? Offen und herzlich, eher reserviert und distanziert? Ja, wir waren gespannt, welcher im positivsten Sinne „Kulturschock“ uns bevorstehen würde …

Um das „Näherkommen“ mit der einheimischen Bevölkerung vielleicht ein wenig zu erleichtern, hatten wir übrigens bereits Monate vor unserer Abreise damit begonnen in Deutschland einen Spanischkurs zu besuchen. Gleich nach unserer Ankunft in Bolivien kehrten wir dann nochmals zwei Wochen lang zurück auf die Schulbank und erweiterten in Sucre unsere Kenntnisse, bevor uns das „Abenteuer 100 Tage Südamerika“ quer durch die Länder führen sollte.

Planlos durch Südamerika …

Doch bei aller Vorbereitung blieb eines ungewiss: Wo wir uns zu welchem Zeitpunkt genau aufhalten würden, stand bei unserer Abreise noch in den Sternen. Entgegen unserer bisherigen Vorgehensweise verabschiedeten wir uns nach ersten Versuchen ziemlich schnell von unserem Ziel einer detaillierten Streckenplanung. Schnell mussten wir nämlich einsehen, dass die Länder zu groß sind, die Entfernungen zu riesig und die Möglichkeiten der Routenplanung zu vielfältig, als dass wir dies von zu Hause aus tatsächlich hätten zu Ende bewerten können. Und so trafen wir also Tag für Tag die Entscheidung in welche Richtung es weiter geht und ließen uns vor allem auch vom Zufall oder von Tipps aus der Bevölkerung leiten.

…aber gut vorbereitet.

Weniger dem Zufall überlassen hatten wir jedoch die allgemeinen Vorbereitungen. Vom Impfmarathon, über Gespräche mit dem Auswärtigen Amt und der Fluggesellschaft bis hin zur Klärung von mobilen Verbindungsmöglichkeiten in den einzelnen Ländern und diversen Besorgungen für das Reisegepäck reichte hier die Bandbreite an Erledigungen auf unseren langen Todo- und Packlisten.

Rund sechs Monate später war es dann endlich geschafft: Alle Punkte auf den beiden Checklisten waren abgehakt und wir bereit für das „Abenteuer 100 Tage Südamerika“, bei dem uns viele Interessierte über die sozialen Medien begleitet haben.

Via Facebook & Co haben wir drei Monate lang daheim gebliebene Südamerika-Fans über unsere Erlebnisse auf dem Laufenden gehalten, erste Impressionen geteilt, aber auch versprochen, nach unserer Rückkehr ausführlichere Erlebnisberichte, Bilder und Videos hier bereitzustellen. Das Ergebnis ist ein insgesamt 11teiliger Bericht mit unzähligem Bild- und Videomaterial, das einen Eindruck des Facettenreichtums Südamerikas vermitteln soll und sicher auch ein wenig davon zeigt, was Bolivien, Peru und Ecuador prägt: die Menschen.

Wir wünschen viel Spaß und eine kurzweilige Lektüre.

>> Und so geht es weiter: Abenteuer 100 Tage Südamerika Teil 1 . Oder: Landen im Ausnahmezustand

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