Das “Abenteuer 100 Tage Südamerika” geht an den Start!

Südamerika, wir kommen! Fast zwei Jahre nach dem Start von HelloWorld stehen wir kurz vor unserem dritten HelloWorld-Projekt: Unser „Abenteuer 100 Tage Südamerika“. Ein Abenteuer, an das wir uns sukzessive herangetastet haben.

Als wir uns mit 50 Jahren dazu entschlossen haben, mehr von der „echten“ Welt zu sehen und andere Kulturen kennenzulernen, waren wir noch unsicher, welche Art des Reisens zu uns passen würde. Frei nach Goethe „Nur wo Du zu Fuß warst, bist Du wirklich gewesen“, entstand die vage Idee vor allem mit dem Rucksack auf dem Rücken durch verschiedene Länder zu laufen. Auf diese Weise – so unsere Hoffnung – wollen wir nicht nur Natur und Umgebung genießen, sondern auch mit den Menschen vor Ort stärker in Kontakt kommen. Doch würde uns diese „Fortbewegung“ tatsächlich gefallen? Diese im Grunde minimalistisch, einfache und oftmals nicht gerade bequemste Art des Reisens? Fragen, die wir damals nicht beantworten konnten, fehlte uns doch von einigen wenige Tage dauernden Wanderungen durch die Alpen jegliche Erfahrung. Nicht auszudenken, wenn wir uns auf eine große Tour auf einem anderen Kontinent begeben und kurze Zeit später feststellen würden, dass unser „Reisetraum“, mit der Realität gar nichts gemeinsam hat. Diese Enttäuschung wollten wir uns so weit möglich ersparen.

Drum prüfe…

Erste Tests sollten daher dabei helfen, uns und unsere Erwartungen an das Unterwegs-sein besser einzuschätzen. So kam es schließlich, dass wir uns im September 2016 erstmals als „Rucksack-Touristen“ auf den Weg begeben haben. Der Caminho Portugues mit seinen rund 260 Kilometern schien uns ein guter Einstieg. Dank ausreichend guter Infrastruktur waren hier keine größeren unangenehmen Überraschungen zu erwarten. Wir konnten uns ganz und gar darauf konzentrieren wie es sich anfühlt, zu Fuß mit wenigen Habseligkeiten im Gepäck durch die Lande zuziehen. Unser Resümee nach dieser 12-tägigen Tour fiel vollkommen positiv aus.

Doch machen wir uns nichts vor. 12 Tage sind keine allzu lange Zeit. Kaum startet man, ist man auch schon wieder zu Hause. Schnell stand fest, dass wir eine weitere Herausforderung suchen müssen, um unsere Begeisterung zu überprüfen und auch zu sehen, ob diese über längere Zeit anhalten wird. Für diesen zweiten „Eignungstest“ haben wir die spanische Nordküste gewählt. 1.200 Kilometer hieß die Herausforderung dieser Tour, die uns 2017 das ein oder andere Mal an unsere mentalen und physischen Grenzen bringen sollte. Insbesondere die Costa da Morte mit ihrer in Teilen nur rudimentären Infrastruktur stellte uns dabei immer wieder auf die Probe. An Grenzen kommen, Grenzen überwinden – ja, es hat funktioniert und dabei auch noch richtig Spaß gemacht. Als wir uns nach 60 Tagen wieder auf den Heimweg begaben, stand endgültig fest: Zu Fuß mit dem Rucksack – das passt zu uns. Jetzt können wir beginnen, größere Reisen außerhalb Europas zu planen.

Von Bolivien bis Ecuador

Südamerika, Asien, Afrika? Drei Ziele, die auf unserer Agenda stehen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Unsere Wahl für 2018 fiel auf Südamerika. Warum?

Rational können wir die Entscheidung nicht erklären. Vielmehr war es unser Gefühl, das uns nach langem Durchforsten einschlägiger Literatur und Webseiten, sichten von unzähligen Bildern und lesen unterschiedlichster Beiträge und Reiseberichte geleitet hat. Die unbändig, ursprünglich und vielfältig erscheinende Natur mit ihren Gegensätzen und die in weiten Teilen touristisch erst am Anfang stehenden und damit auch (hoffentlich) noch nicht so sehr überlaufenen Länder wie Bolivien, Peru, Chile und Ecuador haben es uns angetan.

Heute durch ein Regenwaldgebiet laufen, morgen eine Trekking-Tour in den Anden, dann eine Küstenwanderung oder ein Marsch durch savannenartige Landschaften, Lamas von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, durch kleine Ortschaften gehen, Großstädte erkunden, über farbenfrohe Indigenamärkte schlendern, Weltkulturerbestätten besuchen oder auch einfach an schönen Plätzen bei einem Pisco Sour gemütlich dem Treiben um uns herum zusehen: Alles scheint möglich.

Vorfreude auf den „Kulturschock“

Vor allem aber übt die kulturelle Vielfalt – alleine in Bolivien sollen 36 indigene Nationen leben – eine Faszination auf uns aus. Beim Unterwegs-Sein zu Fuß der einheimischen Bevölkerung näherzukommen und mehr von deren Traditionen und Gebräuchen aber auch über ihren Alltag zu erfahren, erscheint uns richtig spannend. Wie leben und arbeiten die Menschen hier in Südamerika, in den Großstädten wie La Paz, Cusco oder Quito aber auch in den kleinen Dorfgemeinschaften, von denen man immer wieder hört. Welche Werte sind ihnen wichtig? Wie gestalten sie ihr Miteinander? Welche Musik verbindet die Menschen? Wie kleiden sie sich? Aber auch: Was zeichnet die Küche der Länder aus – hier allen voran die peruanische Küche, die immer wieder hoch gelobt wird? Und natürlich interessiert uns ganz besonders: Wie werden wir wohl aufgenommen werden? Offen und herzlich, eher reserviert und distanziert? Ja, wir sind gespannt, welcher im positivsten Sinne „Kulturschock“ uns bevorsteht…

Um das „Näherkommen“ mit der einheimischen Bevölkerung vielleicht ein wenig zu erleichtern, haben wir übrigens vor einiger Zeit auch schon damit begonnen hier in Deutschland einen Spanischkurs zu besuchen. Gleich nach unserer Ankunft in Bolivien werden wir dann nochmals zwei Wochen lang zurück auf die Schulbank kehren, um in Sucre unsere Kenntnisse zu erweitern, bevor uns das „Abenteuer 100 Tage Südamerika“ quer durch die Länder führen wird.

Planlos durch Südamerika …

Wo wir uns dann aber zu welcher Zeit aufhalten werden, steht bei unserer Abreise noch in den Sternen. Entgegen unserer bisherigen Vorgehensweise haben wir uns nämlich vom Ziel einer detaillierten Streckenplanung durch die Länder Bolivien, Chile, Peru und Ecuador nach ersten Versuchen ziemlich schnell verabschiedet. Die Länder sind zu groß, die Entfernungen zu riesig und die Möglichkeiten der Routenplanung zu vielfältig, als dass wir dies von zu Hause aus tatsächlich zu Ende bewerten können. Und so werden wir Tag für Tag die Entscheidung treffen, in welche Richtung es weiter geht und uns vor allem auch vom Zufall – oder falls wir Glück haben, von Tipps aus der Bevölkerung – leiten lassen.

…aber gut vorbereitet.

Weniger dem Zufall überlassen haben wir jedoch die Vorbereitungen. Vom Impfmarathon, über Gespräche mit dem Auswärtigen Amt und der Fluggesellschaft bis hin zur Klärung von mobilen Verbindungsmöglichkeiten in den einzelnen Ländern reichte hier die Bandbreite an Erledigungen auf unserer langen Todo-Liste, die uns rund sechs Monate beschäftigt haben.

Und damit alles Wichtige schließlich auch gesichert den Weg in unseren Rucksack findet, haben wir selbstverständlich – basierend auf unseren Erfahrungen vom Caminho Portugues und von der spanischen Nordküste – wie gewohnt eine ausführliche Packliste erstellt.

Nun, nachdem alle Punkte auf den beiden Checklisten abgehakt sind, sind wir bereit für das „Abenteuer 100 Tage Südamerika“.

Wir freuen uns, dass wir mehr als drei Monate die Gelegenheit haben werden, in die Länder einzutauchen, die uns heute noch fremd sind und die wir bislang nur aus Bildern und Erzählungen Dritter kennen. Schön, dass es bald unsere eigenen Bilder und Erzählungen sein werden, die unsere Vorstellungen von den Menschen Boliviens, Chiles, Perus und Ecuadors und deren Leben prägen.

Was sich in den 100 Tagen so alles ereignet und welche Eindrücke wir gewinnen, darüber berichten wir selbstverständlich gerne für alle Daheimgebliebenen über die HelloWORLD-Social Media Kanäle:

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Wir freuen uns über jeden, der uns bei unserem „Abenteuer 100 Tage Südamerika“ begleitet und wünschen eine schöne Zeit bis zum Wiederlesen an dieser Stelle.

Liebe Grüße
Andrea & Nico


Übrigens: Alle, die sich für die Details unserer Reiseplanung interessieren und vielleicht eine ähnliche Reise planen, können hier gerne unsere Vorbereitungsunterlagen – die Todo-Liste und die Packliste – herunterladen. Viel Spaß beim Planen!

 

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6 Kommentare

  1. Hallo Abenteuer,
    das ist ja eine tolle Reise die Ihr vor habt – sehr cool !
    Ich war selbst im Februar leider nur 3 Wochen in Bolivien und kann euch nur raten viel Zeit für dieses unglaubliche Land einzuplanen. Es gibt so viele tolle Orte und Naturwunder die man dort besuchen sollte. Und das sage ich Euch nicht nur weil ich da geboren bin 🙂
    Viel Spaß !
    Saludos y abrazos
    Eric Konrad

    1. Hallo Eric!

      Herzlichen Dank für Deine Reisewünsche. Können wir, gerade was Bolivien betrifft, sehr gut gebrauchen…

      Falls Du uns noch den einen oder anderen Tipp hast gerne her damit. Können jede Information gut gebrauchen.

      Werden auf jeden Fall über unsere HelloWorld Social Plattformen live von der Strecke berichten. Bei Interesse gerne folgen…

      Viele Grüße auch von Andrea
      Nico

  2. Hallo Hello Wold,
    habe gute Freunde in Cusco – bin leider nie da gewesen, wird aber wahrscheinlich auf eurer Tour liegen. Scheint eine Traumreise zu sein.
    Viele Grüße von Kirsten

    1. Hallo Kirsten!

      Ja, Cusco liegt definitiv auf unserer Tour. Sind schon sehr gespannt wie sich das alles so anfühlen wird…

      Wir werden auf jeden Fall (auch auf Facebbok ) live berichten.

      liebe Grüße & Dir noch eine schöne Restwoche
      Andrea & Nico

  3. Hallo Abenteurer, hab euch durch Instagram gefunden und wie ich dort schon erwähnte, bin ein Südamerika- Fan.
    Für Peru kann ich sagen, versucht den Inkatrail zu laufen, die 1 Tagestour ist super.
    Man muss sich nur dafür anmelden, die Strecke ist limitiert. Aber der Wow Effekt auf den Machu Pichu ist jede Strapaze wert.
    Pass nicht vergessen, gibt es einen Stempel.
    Auch die Nascar- Linien, mit dem Flieger überfliegen, ein Muss. Wenn ihr Galapagos macht, könnte man auf die Ballestas Islands verzichten. Da man nur vom Boot aus gucken darf. Dafür aber mit dem Wüstenbuggy in der Oase Huacachina fahren. Ist zwar nicht laufen, aber mal eine extra Portion Spaß.
    Bin in eurem Alter, also kein Thema.Colca Canyon- tiefster Canyon der Welt und wenn ihr Glück habt Condore.
    Titicacasee und eine Bootstour zu den Uros, Südamerika erdet einen so, denn wir leben echt gut.
    So, für heute genug, die meisten Dinge wisst ihr bestimmt schon . Über Ecuador kann ich euch auch noch einiges schreiben.,Und Chile ist ja nicht im Plan!?
    Liebe Wünsche Ines

    1. Hallo Ines, ganz lieben Dank für Deine Tipps. Wir haben unsere Agenda um den ein oder anderen Punkt ergänzt und sind gespannt, wo wir noch hinkommen werden. Chile hatten wir zu Beginn auf dem Plan, zwischenzeitlich aber endgültig gestrichen da uns Bolivien zu lange festgehalten hat, bzw immer noch festhält :-). Nächste Station soll dann Peru sein – in vermutlich fünf bis sechs Tagen. Herzliche Grüße Andrea & Nico

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