Das „Abenteuer Camino Portugues“ startet: 12 Etappen . 300km

Hier sieht man den groben Streckenverlauf des Camino Portugues da Costa.
Der Camino Portugues Küstenweg

300 Kilometer zu Fuß unterwegs auf dem Camino Portugues, in insgesamt zwölf Etappen auf dem Jakobsweg von Porto nach Santiago de Compostela: Das war unser erstes Erlebnis auf dem Jakobsweg. Zurück kamen wir voller Begeisterung und um einige Erfahrungen reicher. Aber der Reihe nach …

Das Abenteuer sollte am 19. September 2016 starten, aber bereits die Vorbereitungszeit war aufregend für uns. Als „Schreibtisch-Potatos“, die höchstens einmal am verlängerten Wochenende hoch aufs Nebelhorn oder in den Schweizer Alpen wandern, hatten wir vor der bevorstehenden Strecke durchaus Respekt. 300 Kilometer läuft man normalerweise nicht nebenbei. Hinzu kam, dass die tägliche Fortbewegung als Backpacker die Herausforderung an Kondition und Ausdauer sicher nochmals um einiges steigern würde. Werden wir das schaffen? Körperlich, aber auch mental? Wo liegt die eigene Belastungsgrenze? Und wie gehen wir damit um? Wir wussten es nicht, waren aber entschlossen, es herauszufinden.

„Eine Umgebung, die man näher kennenlernen möchte, muss man sich erlaufen“

Erzählten wir im Freundeskreis von unserem Vorhaben, stießen wir nicht selten auf Unverständnis. Warum denn ausgerechnet zu Fuß? Mit dem ganzen Gepäck als Ballast?… Nun, natürlich ginge es auch bequemer, aber der einfachere Weg führt nicht immer zum Ziel. Wir sind überzeugt, dass man sich Regionen, die man näher kennenlernen will, erlaufen muss. Unterwegs-sein bedeutet für uns daher nicht schnell von A nach B zu kommen, sondern bewusst Land und Leute zu erleben und sich weitgehend unabhängig von einem Ort zum anderen zu bewegen. Die damit verbundenen Anstrengungen nahmen und nehmen wir bis heute gerne in Kauf.

Die Camino Portugues Etappen im Überblick

Hier sieht man die Etappenübersicht des Camino Portugues Küstenwegs.
Die Camino Portugues Etappen führen oft an der Atlantikküste entlang.

Natürlich waren wir aber auch gespannt, was uns denn als Belohnung für die körperlichen Strapazen winken würde. Vor unseren Augen sahen wir schon das blaue Meer, weite Strände, tolle Landschaften, mediterrane Küche und die viel beschworene Gastfreundlichkeit der Südländer. Besonders herrlich aber fanden wir die Vorstellung mit fremden Menschen aus allen Ecken der Welt zumindest ein paar Momente zu teilen. Ganz spontan und ungeplant …

Gut ausgerüstet auf den Weg

Nicht dem Zufall überlassen wollten wir hingegen jedoch unsere Ausrüstung, die uns jeden Schritt begleiten würde.

Kleidung, Rucksack- und Schlafsystem, technisches Equipment … Wir hatten uns gut informiert und arbeiteten sukzessive unsere Checkliste ab. Bei der Auswahl der Einzelteile lautete die Formel „bestmögliche Funktionalität für jede Wetterlage bei gleichzeitig geringst möglichem Gewicht und Packmaß“. Mit einem maximalen Zielgewicht von 7 kg bzw. 10 kg stellte sich dies durchaus als eine etwas größere Herausforderung beim Einkauf und Packen heraus. Wir lernten schnell, dass die Devise hier „Klasse vor Masse“ lauten muss, damit nichts Unnötiges auf unserem Rücken landet und die schrittweise Fortbewegung schwerer machen würde, als es sein müsste.


LESETIPP:  Du planst Deine eigene Reise auf dem portugiesischen Jakobsweg und suchst nach nützlichen Informationen? Im Beitrag „Camino Portugues: alle Infos für Deine Vorbereitung“ findest Du übersichtlich und kompakt alles Wichtige zusammengefasst.


Der Count-Down läuft…

Ja, und dann war es tatsächlich so weit: Der Count-Down lief, Flugtickets waren gebucht und unsere Abreise rückte in greifbare Nähe. Ein letztes Mal warfen wir einen Blick auf unsere Etappenplanung, räumten noch ein paar Utensilien in den Rucksack, dann ging es zum Flughafen …

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Die Planung unserer 12 Camino Portugues Etappen.

Wie die Geschichte weiterging, darüber berichten wir in insgesamt 14 Erlebnisberichten zu den Etappen des Camino Portugues.

>> Hier geht es zu Teil 1: Camino Portugues Etappe: Tag 1 – Wir sind im Anflug!

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