Das Abenteuer spanische Nordküste . Teil 4

Das Bild von der spanischen Nordküste zeigt eine Holzbank am Rande einer Steilklippe, zwei Rucksäcke, dahinter der Atlantik.

Heute geht das „Abenteuer spanische Nordküste“ in die vierte Runde. Vor uns liegt ein ganz besonderer Abschnitt: Wir verlassen endgültig den Jakobsweg Camino del Norte, der uns zunächst von Irun nach Bilbao (Erlebnisbericht Teil 1), dann von Bilbao nach Ribadesella (Erlebnisbericht Teil 2) und schließlich bis nach Ribadeo (Erlebnisbericht Teil 3) geführt hat.

30 Tage und rund 670 Kilometer sind wir mehr oder weniger direkt der Pilgerstrecke gefolgt. Ab sofort aber müssen sich unsere weitgehend eigenhändig geplanten Touren bewähren, die wir mangels verfügbarer Wanderkarten während unserer Vorbereitungsphase mit Google Maps erstellt und jetzt als GPS-Daten im Gepäck dabei haben.

Ob wir die Tracks für die bevorstehende 260 Kilometer lange Etappe von Ribadeo nach A Coruna bereits benötigen, wissen wir noch nicht. Was wir stattdessen sicher fast ohne Pause benötigen werden, ist das iPhone. Als Fotoapparat und Videogerät hat es die „Aufwärmphase“ in den letzten Wochen überstanden und darf jetzt richtig aktiv werden.

Das Bild zeigt eine Landkarte, auf der der vierte Streckenabschnitt entlang der spanischen Nordküste von Ribadeo nach A Coruna dargestellt ist.
Rund 260 Kilometer beträgt die Distanz zwischen Ribadeo und A Coruna, dem vierten Streckenabschnitt des “Abenteuer spanische Nordküste”.

Der Grund: Viele Weggefährten sowie Wanderer, Backpacker oder Pilger, mit denen wir über unterschiedliche Kanäle in Kontakt stehen, sind ebenso gespannt wie wir, wie sich die spanische Nordküste abseits des Camino del Norte anfühlt. Einige von ihnen spielen schon lange mit dem Gedanken, selbst einmal über die Küste bis ans Kap Finisterre zu gehen, zögern aber, da sie bislang einfach zu wenige schlüssige Informationen zur gesamten Strecke finden konnten. Vielleicht gelingt es uns ja mit Erlebnisberichten, vor allem aber auch mit Bildern und Videos einen Eindruck von unterwegs zu vermitteln und damit eine kleine Entscheidungshilfe zu liefern. Also auf geht’s zum „Spanischen Nordküstenweg á la HelloWorld“.

Spanische Kostproben

Als wir am frühen Morgen unser Hostal in Ribadeo verlassen, starten wir mit einem Bummel über den Wochenmarkt. Ein günstiges Unterfangen, lädt man uns doch fast überall an den bunten Ständen zu einer kleinen Kostprobe ein: hier ein Stücken selbstgemachte Empanada, dort ein paar Oliven und eingelegte Tomaten, am Stand gegenüber eine Art Fleischpastete und zu guter Letzt noch eine feurige spanische Chorizo – so fängt der Tag gut an.

Das Bild entstand in Ribadeo an der spanischen Nordküste auf dem Wochenmarkt, wo eine Rucksackreisende Kostproben erhält.
Beim Bummel über den Wochenmarkt gibt es allerlei Kostproben.

Die Vorräte aufgefüllt, schlendern wir noch eine ganze Weile über den Markt, bis unser Blick auf einen Stand fällt, dessen Angebot in der Metzgerauslage bei uns zuhause nicht unbedingt zu finden ist: In Plastikwannen liegen Schweineohren und Schweinefüße, ganze Schweineköpfe hängen an den Ständen. Hier brechen Vegetarier sicher nicht gerade in Entzücken aus und selbst manch Fleischliebhaber rümpft vielleicht die Nase bei der Vorstellung, dass diese tierischen Körperteile im Kochtopf landen.

Das Bild ist eine Aufnahme aus Ribadeo an der spanischen Nordküste und zeigt einen Schweinekopf, der an einem Stand auf einem Wochenmarkt hängt.
Auf dem Wochenmarkt in Ribadeo an der spanischen Nordküste sind Angebote wie diese keine Seltenheit: ganze Schweineköpfe.

Uns hingegen würde im Moment vor allem Eines interessieren: Wie werden aus diesen Fleischstücken schmackhafte Gerichte? Backen, Grillen, Schmoren…? Bei Gelegenheit müssen wir das unbedingt einmal in Erfahrung bringen.

Fast wie ein Neuanfang…

Jetzt aber machen wir uns auf zum nächsten Ziel: ins rund 25 Kilometer entfernte San Cosme de Barreiros. Raus aus Ribadeo und durch das kleine Hafenstädtchen Rinlo hindurch, kommen wir an einem alten Meerwasserbecken umringt von zerfallenen Mauern vorbei: der „Cetarea de Penacin“, eine Aufzuchtanlage für Krustentiere. Über 120 Jahre ist diese mit Toren regulierbare Anlage alt und hat einst die natürliche Wasserzirkulation der Gezeiten genutzt, um einen optimalen Lebensraum für – wenn unsere Recherchen stimmen – bis zu 20.000 Kilogramm Hummer, Langusten & Co zu bieten. Von dieser Ausbeute dürfte die Austernzucht, die wir in wenigen Tagen ganz aus der Nähe sehen werden, weit entfernt sein. Aber dazu später mehr.

In dieser alten Aufzuchtanlage an der spanischen Nordküste wurden vor über 120 Jahren Krustentiere aufgezogen.
In dieser „Cetarea de Penacin“ wurden vor über 120 Jahren Krustentiere aufgezogen.

Im Moment richtet sich unsere Aufmerksamkeit bereits auf ein anderes Highlight der heutigen Strecke: Schon aus der Ferne sehen wir ihn, den „Praia das Catedrais“.

Das Bild von der spanischen Nordküste zeigt den Praia das Catedrais bei Flut.
Bei Ebbe ist das Naturdenkmal Praia das Catedrais gigantisch, aber auch bei Flut bietet es wie hier einen sagenhaften Anblick.

Dieses riesige Naturdenkmal, dessen wahre Größe wir gestern Abend bei Ebbe erleben konnten und das uns – wie im letzten Erlebnisbericht Teil 3 geschildert – über alle Maßen begeistert hat, ist nun wieder direkt vor uns. Jetzt bei Flut erscheint jedoch alles zurückhaltender. Die weiten Sandstrände mit ihren hohen Felswänden und unterschiedlichen Felsformationen sind nur noch zu erahnen. Dennoch ist das Panorama – wie übrigens viele Aussichten auf dieser Strecke – sehenswertes und so bleiben wir eine Weile stehen und lassen den Blick nochmals über den zum großen Teil im Meerwasser versunkenen „Kathedralenstrand“ schweifen.

Als wir so in die Ferne schauen, überkommt uns unerwartet ein im positiven Sinne seltsames Gefühl. Obwohl wir bereits seit über vier Wochen unterwegs sind, macht sich plötzlich ein Kribbeln im Bauch bemerkbar. Woher das kommt? Nun, wir scheinen tatsächlich ein wenig aufgeregt zu sein bei der Vorstellung, endgültig den „sicheren Hafen Jakobsweg“ zu verlassen und uns auf ungewisses Terrain zu begeben.

Eigentlich, so hatten wir gedacht, müssten wir das Unterwegs-sein mit seinen Unwägsamkeiten nach all der Zeit nunmehr ganz gut verinnerlicht haben. Aber wir spüren beide, dass hier – Ribadeo im Rücken und den Weg zum Kap Finisterre vor Augen – nochmal ein neues Kapitel unseres „Abenteuer spanische Nordküste“ beginnt. Ein Kapitel, bei dem wir abseits der eingetretenen Pfade mehr oder weniger auf uns gestellt sein werden. Keine Wegbeschilderung oder Jakobsmuscheln, die die Richtung weisen. Keine sich wiederholenden Begegnungen mit Weggefährten, die das Laufen auf dem Camino del Norte so heimelig gemacht haben. Und aller Voraussicht spätestens ab Malpica auch keine ausgeprägte Infrastruktur mehr. Es wird einsamer werden…

Mutterseelenallein auf dem spanischen Küstenweg

Einen kleinen Vorgeschmack hierzu erhalten wir bereits in den nächsten beiden Tagen auf dem Weg von San Cosme de Barreiros über Burela nach Celeiro. Knapp 60 Kilometer geht es zunächst entlang der Küste und dann quer durch das Land

Stundenlang sehen wir keine Menschenseele, geschweige denn Rucksackreisende. So wie es aussieht, dürften zwischenzeitlich alle Richtung Santiago de Compostela abgebogen sein. Einen kurzen Moment lang kommt ein wenig Wehmut nach der „Magie des Wiedersehens“ auf, von der wir im Teil 3 unseres Erlebnisberichtes ja bereits erzählt haben. Aber nur kurz. Dann geht es weiter und wir genießen die abwechslungsreichen Eindrücke mit jedem Atemzug. Schön ist es hier, aber es wird noch besser…

Absolute Lieblingsstrecke: Celeiro – O Vicedo . Espasanate

Mit je über 1.100 Höhenmetern Auf- und Abstieg sind die nächsten rund 45 Kilometer von Celeiro über O Vicedo nach Espasante relativ sportlich. Die Anstrengungen werden aber auch prompt mit allem belohnt, was ein Weg hier an der spanischen Nordküste (zumindest bislang) zu bieten hat. Hier schlängeln wir uns im wahrsten Sinne des Wortes von einem Aha-Moment zum anderen. Die Attraktivität des Weges steigert sich zunehmend – obwohl wir uns darüber wahrlich auch bei den zurückliegenden Kilometern nicht beklagen konnten.

Blauer Himmel, phantastische Strände, tolle Fernsichten an der Küste entlang und über den Atlantik hinaus bis an den Horizont sind ja schon fast obligatorisch. Dennoch freuen wir uns jedes Mal auf‘s Neue, dass wir hier unterwegs diesen „Dauerbalsam“ für Körper und Seele erhalten.

Daneben haben wir aber auch ein paar für uns ganz besondere „Entdeckungen“ gemacht, wie zum Beispiel einen kleinen bergähnlichen Felsen am Playa de Covas bei Viveiro. Der Ort selbst ist touristisch geprägt, nett anzusehen, aber für unseren Geschmack ohne nennenswerten Charme, so dass wir ihn möglichst schnell hinter uns lassen wollen. Doch entlang der Strandpromenade bremsen wir ab. Vor uns eine längliche Felsformation, die den weiten Strand in zwei Hälften teilt.

Am Ende, ganz oben an der Spitze des Felsens, steht eine Baumgruppe, links davon, am Fuß, findet sich eine kleine Brücke mit ziegelroten Backsteinen. Ein wenig sieht das ganze Gebilde aus wie ein Märklin-Set zur Landschaftsgestaltung von Modelleisenbahnen – irgendwie „unwirklich“…

Das Bild von der spanischen Nordküste zeigt eine Felsformation mit Bäumen am Playa de Covas bei Viveiro bei blauem Himmel
Wie der Landschaft einer Modelleisenbahn entnommen, mutet dieser bewaldete Felsen an.

Szenenwechsel: Viele Kilometer und Stunden später verläuft die Strecke durch einen lichten Eukalyptuswald. Intensiv riecht es nach den ätherischen Ölen der Blätter, Schmetterlinge fliegen um uns herum, überall Blüten unterschiedlichster Pflanzen und zwischendrin ein ganz außergewöhnliches Exemplar: Jeder dürfte die blau-silberfarbenen Blütenknospen kennen, die man ab und zu im Blumenladen finden kann. Aber das haben zumindest wir noch nie gesehen: ein blühender Eukalyptuszeig. Einfach wunderschön und für uns das iTüpfelchen entlang des Waldweges, auf dem man sich ein wenig wie Alice im Wunderland vorkommt.

Das Bild wurde auf dem spanischen Küstenweg aufgenommen und zeigt einen weiß blühenden Eukalyptuszweig im Wald.
Eine andere Facette der spanischen Nordküste: blühender Eukalyptus.

Absolut zum Staunen brachte uns allerdings noch ein ganz anderer Anblick. Unweit der Ria del Barqueiro führt der Weg über eine Brücke, auf der wir kurz innehalten, um ein paar Bilder zu machen. Dabei hätten wir das wirklich „Sehenswerte“ fast übersehen: Unten am Wasser, dicht an der Brückenmauer stehen seltsame Gestelle. Wir laufen ein wenig näher, lehnen uns neugierig so weit wie möglich über die Mauer. Sind das nicht etwa…? Das sind doch… – richtig: Austernbänke!

Das müssen wir uns unbedingt aus der Nähe ansehen und entschließen den Weg hinab zum Ufer zu suchen, dorthin, wo die Austernzucht bei Flut normalerweise unsichtbar wäre.

Rund 25 Gestelle sind nebeneinander aufgereiht, bestückt mit jeweils sieben grobmaschigen, meist prall mit Austern gefüllten Säcken. Im Sand überall Schalen der Krustentiere. Es riecht moderig und feucht und schon bald wird das Wasser die Bänke wieder verschlingen. Bevor es soweit ist, entschließen wir uns langsam wieder vom Ufer zurückzuziehen und unseren Weg fortzusetzen – natürlich nicht ohne auch diese „Entdeckung“ in einer Reihe von Bildern festzuhalten.

Als wir irgendwann schließlich das Etappenziel Espasante erreichen, sind wir uns einig: Die zurückliegenden rund 40 Kilometer sind (zumindest bis jetzt) unsere absolute Lieblingsstrecke.

Landgang an der spanischen Nordküste

Eine Art Kontrastprogramm dazu – nicht im Hinblick auf die Attraktivität, sondern im Hinblick auf die Atmosphäre – bekommen wir von Espasante aus Richtung Carino zu sehen.

Atlantikblick gibt es hier keinen mehr. Dafür aber jede Menge Momentaufnahmen vom Landleben an der spanischen Nordküste. Auf meist unbefestigten kleinen Straßen geht es durch Dörfer, vorbei an alten Häusern und Geräteschuppen.

Dabei fällt uns vor allem eines auf: Immer wieder werden wir von den Dorfbewohnern sagen wir mal etwas „argwöhnisch“ betrachtet. Den Grund erfahren wir dann auch prompt. Hinter uns ruft es und eine alte Dame signalisiert uns, zu ihr zu kommen. Sie redet auf uns ein und ungeachtet der sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten begreifen wir schnell, was wir hören: „No es el Camino“ – will heißen „Wir sind hier falsch“. Eine Situation, die nicht ganz neu für uns ist. Häufig schon mussten wir auch in den letzten Wochen Überzeugungsarbeit leisten, wenn wir wieder einmal eine Tour umgeplant und uns abseits des Camino del Norte bewegt haben. Und so versuchen wir auch jetzt mit Händen, Füßen und dem Google-Übersetzer zu erklären, dass wir absichtlich diesen Weg gehen, da wir an die Costa da Morte wollen. Leider ernten wir jedoch nur Kopfschütteln, geben schließlich irgendwann auf und verabschieden uns, jedoch nicht ohne noch eine ganze Weile das immer leiser werdende Grummeln der alten Dame im Ohr zu haben.

Ja, Rucksackreisende dürften hier selten entlang kommen und wir müssen schon ein wenig schmunzeln beim Gedanken daran, dass sie vielleicht ihrer Nachbarin oder ihrem Mann erzählen wird, dass sie eine Begegnung mit „unbelehrbaren Pilgern“ hatte.

Wir jedenfalls laufen unbeirrt weiter unseres Weges, vorbei an kleinen Obstplantagen und an so manchen „Lost places“-Motiven wie zum Beispiel einem auf einer Wiese hinter Bäumen stehenden, langsam vor sich hin rostenden alten Land Rover – zu unserer Verwunderung noch mit Nummerschild.

Das Bild von der spanischen Nordküste zeigt einen alten, verrosteten, grauen RangeRover, der im Gebüsch abgestellt ist.
Alte Land Rover wie diese wären für Restaurationstalente sicher interessant.

Hätten wir ein wenig handwerkliches Geschick und Ahnung von der Restauration von Autos wären wir hier glatt in Versuchung gekommen, würde sich dieses Gefährt doch wunderbar für die Exkursionen eignen, die wir die nächsten Jahre noch auf unserer Agenda haben. Aber leider gehören diese Eigenschaften nicht gerade zu unseren Talenten, so dass wir unverrichteter Dinge weitergehen, um einige Zeit später auf ein ganz anderes „Talent“ zu treffen.

Auf der Suche nach einem Rastplatz zum Vespern landen wir vor einer im wortwörtlichen Sinne „Hausbank“ inmitten eines kleinen Ortes und machen es uns dort gerade gemütlich, als sich die Türe neben uns öffnet. Kurz schießt es uns durch den Kopf, dass sich vielleicht der Bewohner des Hauses durch unsere Anwesenheit gestört fühlen könnte, doch das Gegenteil ist der Fall. Mit einem weißen Kittel bekleidet tritt ein Mann an uns heran, begrüßt uns und verschwindet wieder im Haus.

Durch die offene Tür sehen wir einen kleinen Raum, große Schinken hängen an der Wand, auf dem Tisch eine Wurstmaschine. Allem Anschein nach befindet sie sich kurz vor ihrem Einsatz, liegen doch frische Zutaten wie Brät und Naturdärme bereit. Und dann ertönt es: ein gleichmäßig summendes Geräusch. Neugierig treten wir näher, um das Treiben zu betrachten. Mit der Maschine, vor allem aber mit Fingerfertigkeit ausgestattet, ist der Metzgermeister am Werk und produziert am laufenden Band spanische Chorizos in echter Handarbeit. Ob wir davon kurz ein Foto machen dürfen oder gar ein Video? Kein Problem.

 
Die Fleischfüllung wird durch die Maschine in den Naturdarm gepresst und unermüdlich dreht er Wurst für Wurst bis zum Ende ab, um schließlich den ganzen Wurstkranz zum Trocknen im Nebenraum aufzuhängen. Der nun mindestens einige Tage dauernde Vorgang wird – vielleicht etwas unkonventionell aber wohl durchaus zweckerfüllend – durch einen Standventilator unterstützt.

Gerne hätten wir neben dieser anschaulichen Theorie der Wurstherstellung auch das Ergebnis probiert, sehen aber mangels Lagermöglichkeit davon ab. So bleibt uns nur noch, uns zu verabschieden, jedoch nicht ohne zusammen mit dem Metzgermeister und seiner Frau noch lachend das Filmergebnis auf dem Handy zu betrachten und uns innig für die „Live-Präsentation“ zu bedanken.

Am späten Abend lassen wir unsere „Landgang-Etappe“ Revue passieren. Offen gesagt waren wir im Vorfeld nicht sonderlich erpicht auf diesen Streckenabschnitt durch das Landesinnere. Aber der Weg hat sich gelohnt und wieder neue Facetten des wunderbaren Fleckchens „spanische Nordküste“ offenbart.

Da kratzt sich doch ein wildes Pferd…

Facettenreich ist dann auch das Stichwort für die weitere Tour über Valdovino, Ferrol und Betanzos nach A Coruna. Nach unserem zweitägigen „Landgang“ auf der Ebene dürfen wir in den nächsten Tagen wieder eine sensationelle (das Wort ist bewusst gewählt!) Umgebung und Fernsichten genießen. Bezahlt haben wir dafür mit einigen Höhenmetern.

Rund fünf Kilometer nach dem Start in Carino beginnt am Cabo Ortigal nach einer kleinen Besichtigungstour rund um den Leuchtturm bereits der für diesen Part anstrengendste, rund eine Stunde lang dauernde Aufstieg.

Der Weg zieht sich hin. Eben noch strahlender Sonnenschein wird es mit jedem Schritt aufwärts diesiger. Zeitweise sieht man nicht einmal mehr die Hand vor den Augen, dann wehen die Nebelschwaden wieder vorüber und kurz später ziehen die nächsten auf. So laufen wir lange Zeit vor uns hin. Wieder wird der Nebel dichter, dann lichtet er sich und zum Vorschein kommt ein Anblick, den wir wirklich nicht erwartet haben:

Wildpferde im Nebel. Wir stehen einer ganzen Herde gegenüber. Manche Tiere konkret erkennbar, von anderen sehen wir nur Konturen. Ein Anblick, als hätte hier ein Künstler eine Leinwand bemalt. Wir stehen einfach da, schauen den Pferden zu. Eine unheimliche Ruhe strahlt auf uns aus.

Ein paar Meter weiter wird es lebhafter und wir sehen ein grasendes, weißes Pferd, die Beine zwischen den Büschen. Nico fängt an zu filmen und fängt dabei unerwartet eine Szenerie „aus dem Leben eines Pferdes“ ein, die wir selbstverständlich auch mitgebracht haben, da sie schwer zu beschreiben ist. Aber schaut einfach am besten selbst:

 
Irgendwann trennen wir uns vom Anblick der Wildpferde und wandern bis zu unserem Tagesziel weiter im Nebel.

Kleiner Kulturschock auf dem Küstenweg

Am nächsten Morgen hat sich die Sonne wieder Platz am Himmel verschafft und so heißt es bei bestem Wetter auf Richtung Ferrol. Gestern noch in der „Zweisamkeit“ wird es langsam wieder lebendiger und schon bald ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Die Erklärung ist einfach, ist die Hafenstadt doch Startpunkt für alle Pilger, die den Camino Ingles nach Santiago de Compostela gehen. Und so kommt es, dass wir nochmals ein wenig „Pilgerluft“ schnuppern, aber auch das erste Mal seit unserem Unterwegs-Sein Ortschaften voller Touristen auf den Straßen und mit unzähligen Badegästen am Strand erleben. Letzteres löst bei uns fast so etwas wie einen Kulturschock aus nach all den Wochen entlang menschenleerer Traumstrände. Glücklicherweise müssen wir aber nur rund 40 „trubelige“ Kilometer und zwei Tage überbrücken, dann zweigt der offizielle Jakobsweg ab und unsere Tour führt uns bis kurz vor A Coruna wieder durch eine etwas beschaulichere Umgebung.

Je näher wir der Hauptstadt von Galicien kommen, umso unsicherer werden wir trotz sorgfältiger Vorbereitung und Planung beim Gedanken an die weitere Wegführung bis zu unserem Endpunkt, dem Kap Finisterre. Kurzer Hand beschließen wir in A Coruna einen unserer „Reserve-Tage“ zu nutzen, um uns doch noch einmal nach fachkundigem Rat umzusehen.

Kartenmaterial gesucht

Weit mehr als die drei Viertel der insgesamt 1.200 Kilometer langen Strecke unseres „Abenteuers spanische Nordküste“ liegt nun bereits hinter uns, als wir in der Hafenstadt ankommen. Die wahre Herausforderung steht uns aber noch bevor. Von zu Hause aus hatten wir ja trotz intensiver Recherchen kein brauchbares Kartenmaterial für die Costa da Morte finden können und so haben wir uns vorgenommen, in Spanien danach Ausschau zu halten. Vielleicht sind die Buchläden hier anders sortiert. Aber Fehlanzeige. Egal wo wir nachgefragt haben, es gab immer nur Kopfschütteln. Das ernten wir nun auch hier inmitten der Großstadt, erhalten aber schließlich einen etwas unkonventionellen, aber entscheidenden Tipp: Wir sollen es doch einmal beim „Instituto Geografico Nacional“ versuchen.

Auf ein spanisches Amt gehen? Kurz zögern wir, aber warum nicht? Dank Google schnell die Adresse herausgefunden, stehen wir keine 30 Minuten später vor dem großen Gebäude, gehen die Treppen hinauf und klingeln an der Türe. Es dauert ein wenig, bis uns geöffnet wird und dann stehen wir auch schon mittendrin: in einem etwas in die Jahre gekommenen Vorraum, bestückt mit roten Sesseln und den Nationalflaggen von Spanien und Galicien. Eine Dame signalisiert uns, dass wir warten sollen und so nehmen wir Platz, bis wir aufgerufen und ins Nebenzimmer gebeten werden.

Das Bild zeigt den Warteraum des Instituto Geografico Nacional mit den Nationalflaggen von Spanien und Galicien und roten Sesseln.
Unsere letzte Hoffnung: das geografische Institut in A Coruna.

Vor uns ein Schreibtisch, rund um uns herum raumhohe Regale im eleganten Dunkelgrün mit goldfarbenen Beschlägen. Keine Ahnung, wie viele Karten hier beheimatet sind, aber es sind einige. Um uns herum Faltkarten über Faltkarten. Wir sind überzeugt, wenn man uns hier nicht weiterhelfen kann, dann hilft gar nichts und erklären unsere Lage.

Die Dame holt Verstärkung und gemeinsam diskutieren Elena und Margarita – so die Namen der beiden – was sie uns anbieten könnten. Schnell steht fest: Wanderkarten mit ausgewiesenen Wanderwegen, wie man sie zum Beispiel vom Camino del Norte kennt, sind ihnen für die Costa da Morte nicht bekannt.

Sicherheitshalber fangen sie aber an zu suchen, holen eine nach der anderen Karte, klappen sie auf, dann wieder zu und zurück ins Regal. Das geht eine ganze Weile so, bis sie uns schließlich eine Alternative zu den gewünschten Wanderkarten vorstellen: Topologische Karten würden zwar nicht eine verifizierte Tour ausweisen, könnten uns aber zumindest Anhaltspunkte für die Routenplanung geben. Gemeinsam werfen wir einen Blick darauf. Ganz nach dem Motto „Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ schlagen wir zu und eifrig sammeln die beiden die relevanten Karten in den Regalen ein.

Das Bild zeigt drei Frauen im Instituto Geografico Nacional in A Coruna, die vor einer Landkarte stehen, im HIntergrund Regale voller Faltpläne.
Mit den beiden Damen Elena und Margarita studiert Andrea im Institut die spanische Nordküste und erklärt, in welchen Regionen wir unterwegs sein werden.

Am Ende haben wir zwölf einzelne Karten mit einem Gesamtgewicht von über 400 Gramm in unseren Händen und damit jede Menge Navigationsmaterial, falls uns auf dem Weg GPS-Daten & Co im Stich lassen.

Ob es unbedingt notwendig ist? Wir wissen es nicht, aber es ist ein beruhigendes Gefühl, dass wir uns zumindest im Format 75 cm x 52 cm einen wesentlich besseren Überblick über die jeweilige Tagesstrecke, Infrastruktur und am Wegrand liegende Orte machen können, als dies bei einem 4256 x 2832 Pixel großen iPhone oder dem winzigen Bildschirm des GPS-Gerätes der Fall ist.

Herzlich verabschieden wir uns von den beiden Damen, die wirklich keine Mühen gescheut haben. Das war mal eine wirklich nette Amts-Begegnung…

Jedes Gramm zählt: Gepäckcheck unterwegs

Als wir aus dem Instituto Geografico Nacional herauskommen, blicken wir das erste Mal an diesem Tag auf die Uhr und sehen, dass es schon früher Nachmittag ist. Kurz etwas essen gehen und dann ist da noch eine Todo auf unserer Tagesagenda, die erledigt werden muss: der „Gepäckcheck“ – oder fort mit unnötigem Ballast.

Jetzt, wo wir mit dem Kartenmaterial noch für zusätzliches Gewicht sorgen, wird dieser Punkt dringlicher als zuvor. Die Strecken an der Costa da Morte werden schwieriger und die Infrastruktur aller Erwartung nach wesentlich schlechter sein. Daher wollen wir auf jeden Fall unser Rucksackgewicht jeweils um rund 1,5 bis 2 Kilo erleichtern, um stattdessen vor allem zusätzlich Wasser transportieren zu können.

Zurück in unserem Hostal prüfen wir daher sorgfältig jedes Stück im Rucksack: Handschuhe – können weg. Isomatte – haben wir nicht gebraucht, Wandersandalen – müssen nicht sein, Tastatur fürs iPhone – nicht benutzt, also ins Paket… So geht es eine ganze Weile, bis wir schließlich alles zumindest aus jetziger Sicht Unnötige versandfertig haben und uns auf den Weg zu einer Correos-Filiale machen.

Die Poststelle ist gut besucht und so verbringen wir die etwas längere Wartezeit – hier zieht man übrigens eine Nummer und wird dann zu einem freien Schalter gerufen – damit, uns umzusehen. Wir stöbern in herumliegenden Flyern, studieren Plakate und entdecken interessante „Camino-Services“, die vielleicht bei Gelegenheit einmal weiterhelfen könnten. Für den Moment begnügen wir uns jedoch damit, lediglich ein normales Postpaket nach Hause zu senden.


♦ ♦ ♦ “Camino-Services”: Erste Hilfe bei zu viel (unnötigen) Ballast ♦ ♦  ♦ 

Ob Wanderer, Backpacker oder Pilger, ob jung oder alt: Es gibt viele Gründe, die bei einer mehrwöchigen Tour entlang der spanischen Nordküste dazu führen können, dass unterwegs das Tragen des eigenen Rucksacks zum Problem wird. Um in diesem Fall den Ballast ganz, zeit- oder teilweise loszuwerden, bietet der Postdienstleister Correos entlang der Jakobswege unterschiedliche Transport-Dienstleistungen an.

Von Ostern bis Herbst, sieben Tage in der Woche – auch an Sonn- und Feiertagen – stehen diese „Camino-Services“ zur Verfügung:

  • Rucksacktransport von Unterkunft zu Unterkunft
    Beim „Paq Mochila-Service“ wird der Rucksack von einer Unterkunft zur anderen gebracht. Die individuelle Etappenplanung und die Auswahl der entsprechenden Anlieferungsadresse(n) erfolgt direkt auf der Buchungswebseite von Correos. Dabei können wahlweise bereits alle Stationen der gewünschten Transportstrecke eingetragen werden oder – um flexibler zu sein – auch nur tageweise.
    Unbedingt beachten: In öffentlichen Herbergen der Xunta ist die Abholung und Zustellung von Rucksäcken wohl nicht gestattet. In diesem Fall bietet Correos aber nach eigenen Angaben Partneradressen in der Nähe der Herbergen, auf die ausgewichen werden kann.
    Preisbeispiel: Der Preis des Rucksacktransports für eine Etappe beträgt 5 Euro, bei Versand über 28 Etappen von Irun nach Ribadeo wird Stand 10.02.2018 insgesamt 112 € berechnet.
  • „Gepäck-Erleichterung“ an der spanischen Nordküste
    Wer nicht den ganzen Rucksack transportieren lassen möchte, dennoch ein wenig für Erleichterung sorgen will, für den ist der Service „Paq Peregrino“ gedacht. Beispielsweise können damit nicht mehr benötigte Kleidung, Utensilien oder vielleicht auch ein paar „gewichtige“ Souvenirs vom Jakobsweg schon einmal nach Santiago de Compostela vorgesendet oder gar gleich nach Hause geschickt werden.
    Praktisch: Da man auf den Jakobswegen nicht selten mehrere Wochen unterwegs ist, bietet dieser Service neben der regulären 15tägigen Aufbewahrung auch individuell buchbare Aufbewahrungsfristen von 15 bis 75 Tagen an.
    Preisbeispiel: Versand eines Paketes bis 15 kg von Santander nach Santiago de Compostela, Aufbewahrung 15 Tage: 18,45 €
  • Service für Fahrradfahrer
    Auf den Trend, mit dem Fahrrad auch auf Jakobswegen wie dem Camino del Norte unterwegs zu sein, reagiert Paq Bicicleta. Dieses Service-Paket sorgt dafür, dass Fahrräder vom Flughafen aus direkt an den Startpunkt oder am Ende der Reise wieder nach Hause transportiert werden.
    Preisbeispiel: Der Fahrradversand vom Kap Finisterre nach Deutschland beträgt 90 €. Darin enthalten sind die transportsichere Verpackung und eine Versicherung von 300 €, die jederzeit erweiterbar ist.

    Das Bild zeigt eine Transportverpackung für Fahrräder des spanischen Postdienstleisters Correos.
    Von den Camino-Services können nicht nur Pilger und Wanderer, sondern mittlerweile auch Fahrradfahrer profitieren.

*Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: Correos


Zwischenzeitlich ist es spät geworden und langsam wird es dunkel. Wir sitzen in einem Café am Hafen. Unsere Einkaufsliste haben wir abgehakt, den unnötigen Ballast weggeschickt. Mit den Topologischen Karten vom geografischen Institut sind wir startklar für den Endspurt unseres „Abenteuers spanische Nordküste“. Nur noch drei Mal schlafen, dann stehen wir in Malpica – dort, wo die Costa da Morte beginnt und bis zum Kap Finisterre reicht. Bei dem Gedanken daran kommt es wieder: Das Kribbeln im Bauch…

In der Fremde zu Hause…

Aber bevor wir uns weitere Gedanken über den zukünftigen Weg machen, nochmals ein kurzer Rückblick: Wie war er nun, der erste größere Streckenabschnitt abseits des Jakobswegs Camino del Norte, den wir von Ribadeo bis nach A Coruna zurückgelegt haben? So wie erwartet? Oder anders? Um es kurz zu machen: Besser als all unsere Vorstellungen!

Wanderfreunde und Naturliebhaber kommen hier unserer Überzeugung nach voll auf ihre Kosten. Es lohnt sich wirklich auch einmal in dieser Ecke der spanischen Nordküste unterwegs zu sein und nicht nur auf dem populären Camino del Norte zwischen Irun und Ribadeo. Die Tour bietet – wie vielleicht auch unsere kleinen Bilder- und Videogalerien in diesem Beitrag vermitteln – eine atemberaubende Landschaft und vor allem auch tolle Wanderwege.

Einzig berücksichtigen sollte man vielleicht, dass die verfügbaren Unterkünfte nicht ganz so zahlreich sind, wie man dies entlang des Jakobsweges gewohnt ist. Aus diesem Grunde kann manchmal die Suche, Auswahl und Reservierung am Vortag über Buchungsplattformen durchaus sinnvoll sein, um entspannt durch den Tag zu kommen.

Lessons Learned

Und wie geht es uns im Moment persönlich? Wir fühlen uns pudelwohl! Neben all den weiterhin wunderbaren Eindrücken und der Vorfreude auf das weitere Unterwegs-Sein dürfte dafür vor allem eine ganz besondere Empfindung, die gerade in den letzten Tagen immer stärker geworden ist, verantwortlich sein: „Wir sind angekommen“ oder um es präziser zu sagen, „Wir sind in der Fremde zu Hause“. Jeder Tag ist zwar anders, jeder Tag neu und doch irgendwie so wunderbar vertraut.

Was auch immer uns noch erwarten wird, schon heute steht fest: Es war richtig, unser „Abenteuer spanische Nordküste“ in Angriff zu nehmen und nicht nur davon zu träumen, was wir alles tun könnten. So intensiv wie hier haben wir unseren Körper und Geist schon seit Ewigkeiten nicht mehr gespürt. Und die Intensität wird in den kommenden Tagen in jeder Hinsicht weiter zunehmen:

Von der (fast) vergeblichen Suche nach einem Schlafplatz, über einfallsreiche Überwindungsstrategien für stachelige Wegabschnitte bis hin zu nicht ganz so lustigen Begegnungen mit Hunden – zwischen A Coruna und Malpica werden wir nämlich wieder richtig gefordert. Und dennoch: Wie Teil 5 unseres Erlebnisberichtes „Abenteuer spanische Nordküste“ zeigen wird, übertrifft diese Tour unseres Erachtens – eigentlich unvorstellbar, aber wahr – locker alles bisher Dagewesene und unsere Begeisterung ist nicht zu bremsen.

>> Und so geht es weiter: Das Abenteuer spanische Nordküste . Teil 5

>> Was bisher geschah: Das Abenteuer spanische Nordküste . Teil 3


Nicht verpassen!
Neben unserem insgesamt 7-teiligen Erlebnisbericht zum „Abenteuer spanische Nordküste“ stellen wir auf www.hello-world.net demnächst allen Interessierten auch weitere nützliche Informationen rund um diese Wanderroute zur Verfügung: von GPS-Daten, Höhenprofilen und Google Maps bis zu Albergenübersichten. Einfach in Kontakt bleiben über unser Facebook– oder Instagram-Profil.

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2 Kommentare

  1. Wieder super Bericht und wunderschöne Bilder. Danke. Ich warte auf euren weiteren Bericht. PS. Habe 2015 in Finisterre auf einem Plakat einen Wettbewerb an der Costa da Morte gesehen der über eine Strecke von etwa 200 km mit Ziel in Muxia oder Finisterre mit einer Zeit Vorgabe und nur für Sportliche genaues weis ich leider nicht mehr.

    1. Hallo Werner, lieben Dank für Deine Nachricht. Wir werden uns mit dem “Nachschub” beeilen 🙂 Was Deinen Hinweis zum Wettbewerb an der Costa da Morte angeht, ist uns nichts bekannt. Wir werden dem aber einmal nachgehen, könnte für unser Unterwegs-sein an der spanischen Küste im kommenden Jahr interessant sein.
      Liebe Grüße bis zum nächsten Mal.
      Andrea & Nico

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